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ROHRBACH-BERG. Die Berater der Arbeiterkammer Rohrbach haben alle Hände voll zu tun. Denn in der Corona-Zeit stiegen die Beratungen auf das Zweieinhalbfache an.

Corona-Spitzentag für die AK OÖ war der 16. März mit 5.000 Anrufen. Auch im Bezirk stieg die Zahl der Beratungen sprunghaft an. Foto: Weihbold

Rekordarbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Ängste vor Jobverlust, Probleme bei der Organisation der Kinderbetreuung und finanzielle Sorgen der Beschäftigten schlugen sich in den Beratungszahlen der AK Rohrbach nieder: Bis zum Shutdown Mitte März gab es 570 Anrufe bei den AK-Beratern im Bezirk, ab dann bis Ende Mai mehr als zweieinhalb Mal so viele, nämlich 1.509. Zudem wurden 158 Mails mit arbeitsrechtlichen Fragen beantwortet. In ganz Oberösterreich wurden am Spitzentag, dem 16. März, 5.011 verzweifelte Anrufe registriert.

Neue Gesetze und permanente Änderungen

Wie sich die Arbeiterkammer auf die herausfordernde Situation einstellte, weiß Bezirksstellenleiter Manfred Riepl: „Wir stellten ein zuverlässiges Beratungsangebot per Telefon und E-Mail sicher, das von unseren Mitgliedern auch intensiv genutzt wurde. Noch schwieriger war aber die Umstellung bei den Rechtsauskünften. Da war vieles neu – völlig neue Gesetze, permanente Änderungen, wochenlang eine Flut an Verordnungen, viel Verwirrung um Regelungen. Eine Rechtsauskunft, die um 16 Uhr erteilt wurde, konnte schon nächsten Tag in der Früh wieder überholt sein“, zeigt Riepl auf.

Von Kündigung bis Kurzarbeit

Hauptthemen der Anfragen waren Kündigungen, Kurzarbeit, Kinderbetreuung, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, Homeoffice und zuletzt arbeitsrechtliche Fragen rund um Auslandsurlaube.Auch das Thema Risikogruppen beschäftigte die Menschen. Gerade bei diesen Fragen konnten die AK-Berater lange keine eindeutigen Antworten geben, weil es eine gesetzliche Regelung für Beschäftigte mit Vorerkrankungen erst sehr spät gab.


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