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BEZIRK ROHRBACH. Wenn derzeit viele  ihren Sommerurlaub planen, spielen bei der Wahl der Destination auch die Unruhen und Terror-Meldungen eine wichtige Rolle. Das zeigt sich in den Reisebüros, in denen ein Rückgang bei den Buchungen spürbar ist; im Gegenzug freuen sich die heimischen Anbieter über eine gute Auslastung.
 

Lieber in der Hängematte unterm Obstbaum, als im Liegestuhl am Strand: Urlaub in Österreich liegt nicht zuletzt wegen der Unruhen und Terror-Meldungen im Trend. Das Bild zeigt den Urlaub am Bauernhof-Betrieb Fischer in Julbach. Foto: Urlaub am Bauernhof/Karin Lohberger Photography

100 Vollbelegstage betrug die Auslastung auf den oberösterreichischen Urlaub am Bauernhof-Betrieben im Vorjahr. Ein Wert, der in der Vergangenheit noch nie erreicht wurde, im Jahr 2014 waren es 95 Vollbelegstage. Ob die steigende Buchungsentwicklung auf den Höfen in den weltweiten Unsicherheiten begründet liegt, sei allerdings nicht feststellbar. „Unsere Zielgruppe sind vor allem Familien mit Kindern, diese wollen schnell und unkompliziert an das Urlaubsziel kommen. Viele Oberösterreicher bleiben daher auch in Oberösterreich“, erklärt Helga Kitzmüller, die bei der Rohrbacher Bezirksbauernkammer für Urlaub am Bauernhof zuständig ist. Etwa ein Drittel der Urlaubsgäste seien Österreicher, ein Drittel Deutsche, der Rest kommt - dank der Online-Buchungen - aus der ganzen Welt.

Steigende Nachfrage ortet auch Stefan Eidenberger, Geschäftsführer von Pernsteiner Reisen. „Alle unsere Reisen sind sehr gut gebucht“, freut er sich, „es kann schon sein, dass mehr Urlauber auf Busse ausweichen, auch die Bus/Flugkombinationen werden gut angenommen.“ Als Destinationen boomen vor allem Italien, Spanien, Portugal oder die nordischen Länder.

Spürbarer Rückgang

Das kann Markus Bürger, Vertriebsleiter bei sabtours, bestätigen: „Tunesien, Ägypten werden derzeit so gut wie gar nicht gebucht, Türkei sehr eingeschränkt. Hingegen sind Spanien, Italien oder Kroatien der Renner. Da wird es im Sommer gewaltige Überbuchungen geben“, vermutet er. Generell hat es die Reisebranche jedoch ob der unruhigen Lage nicht leicht, „bei den Buchungen für den Sommer haben wir sicher einen Rückgang von zwölf bis 14 Prozent“, informiert Bürger. „Viele unserer Kunden wollen noch zuwarten, sie buchen kurzfristig, fahren mit dem Auto oder bleiben gleich in Österreich. Merkbar ist aber auch ein Anstieg bei den Kreuzfahrten.“ Natürlich gehe auch durch die Internet-Plattformen einiges Geschäft an den Reisebüros vorbei, weiß Markus Bürger, „das machen viele aber nur einmal: Dann kommen sie als Kunden wieder, weil wir persönlichen Kontakt und Service bieten.“


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