Noch kein Covid-19-Todesfall am Rohrbacher Klinikum

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Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 06.08.2020 18:02 Uhr

ROHRBACH-BERG. Nach rund vier Monaten im Corona-Modus zieht das Klinikum Rohrbach eine erste Zwischenbilanz.

Bisher hatte die Corona-Krise im Klinikum Rohrbach weniger drastische Auswirkungen als befürchtet. Sechs Intensivbetten wurden in einer eigens aufgebauten zweiten Intensivstation für Corona-Patienten zusätzlich eingerichtet. Eine Isolierstation mit zwölf Betten auf der Abteilung für Innere Medizin wurde räumlich abgetrennt.„Natürlich gab es Umstellungen im Alltag und bei den Prozessabläufen. Aufgrund der raschen Umsetzung aller Maßnahmen und des hervorragenden Einsatzes aller Mitarbeiter haben wir die Situation aber optimal gemeistert“, berichtet Leopold Preining, Kaufmännischer Direktor im Klinikum Rohrbach.

Keine Versorgungsengpässe

Die Versorgungskette im Klinikum hat perfekt geklappt. Es kam zu keiner Zeit zu Engpässen bei Medikamenten oder Schutzmaterialien. „Dafür danken wir auch den verschiedenen Unternehmen des Bezirks, die uns bei der Versorgung mit Schutzausrüstung unterstützt haben“, so Preining, der auch dem bezirksweiten Krisenstab und den beteiligten Einsatzorganisationen seinen Dank für das gute Miteinander ausspricht.

„Insgesamt zwölf an Covid-19 erkrankte Personen wurden von Mitte März bis Ende Juni stationär im Klinikum Rohrbach behandelt. Davon musste keine auf der Intensivstation aufgenommen werden. Von den zwölf Betroffenen waren vier zwischen 60 und 80 Jahre alt, zwei über 80 Jahre. Wir hatten fünf Fälle von Infizierten, die zwischen 41 und 60 Jahre alt waren, einer sogar jünger als 40 Jahre“, bilanziert Oberarzt Wolfgang Tenschert, Ärztlicher Direktor des Klinikums.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug sechs Tage. Insgesamt registrierte das Klinikum 75 Corona-Belegtage. Hinzu kommt eine große Anzahl an Testungen, die bei Verdachtspatienten durchgeführt wurde. Das Klinikum Rohrbach ist das einzige Krankenhaus Oberösterreichs, das keinen Covid-19-Todesfall beklagen muss. Auch der gesamte Bezirk verzeichnete bislang keinen Todesfall.

Mitarbeiter bestens geschult

Auch eine Ansteckung im Klinikum Rohrbach konnte bisher verhindert werden, weiß Pflegedirektorin Christa Kneidinger:. „Das gesamte Personal wurde über Hygiene- und Schutzmaßnahmen informiert. Über 500 Mitarbeiter wurden vom Team der Krankenhaushygiene speziell hinsichtlich Corona geschult. Das war eine starke Leistung des gesamten Teams für die Sicherheit der Patienten und der Belegschaft“, so Kneidinger.

Zwischen Mitte März und Ende Juni wurden aufgrund der verhängten Covid-19-Maßnahmen weniger Patienten aufgenommen als geplant. „Deswegen hat sich die Wartezeit auf einige Behandlungen verlängert. Gerade bei den sogenannten elektiven Eingriffen in allen Fachbereichen – von der Unfallchirurgie und Chirurgie bis hin zur Gynäkologie – steht einiges an. Wir arbeiten allerdings mit Hochdruck und verstärktem Personaleinsatz daran, diesen Stau abzuarbeiten und die Patienten so rasch wie möglich zu therapieren“, sagt Wolfgang Tenschert.

Betten bleiben noch frei

Nach wie vor werden für den Fall erneut steigender Infektionszahlen sowohl auf der Normalstation als auch auf der Intensivstation Betten frei gehalten, um jederzeit Covid-19-Patienten aufnehmen und isoliert versorgen zu können. Corona wird noch längere Zeit die Abläufe im Klinikum bestimmen. Doch auch wenn schrittweise in den Regelbetrieb zurückgekehrt wird, gelten weiterhin strenge Schutz- und Hygienemaßnahmen. So bleibt beispielsweise die bereits seit März geltende Maskenpflicht für alle Personen, die sich im Krankenhausgebäude aufhalten, weiterhin bestehen.„Sei es wegen einer Coronavirus-Infektion oder anderer gesundheitlicher Beschwerden: Wir sind jederzeit für unsere Patienten da. Ihr Schutz steht für uns zu jeder Zeit im Mittelpunkt“, betont Tenschert.

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