Hofkirchens ältester Gemeindebürger im 97. Lebensjahr verstorben

Hits: 276
Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 07.08.2020 13:37 Uhr

HOFKIRCHEN. Der Name Ludwig Lanzerstorfer wurde von vielen Menschen seit Jahrzehnten als Hofkirchner Marke gesehen. Er wurde am  10. August 1923 in der Ortschaft Emmerstorf geboren und galt als aktuell ältester Gemeindebürger Hofkirchens. Am Montag, 3. August 2020, eine Woche vor der Vollendung seines 97. Lebensjahres ist der langjährige ehrenamtliche Multifunktionär verstorben.

 

Als junger Soldat im Zweiten Weltkrieg war Ludwig schon früh schwer an der linken Hand, die fortan versteift war, verletzt worden. Der junge Ludwig war dadurch vom Soldaten zum Kriegsopfer geworden. Sein ganzes Leben verbrachte er in seinem Hofkirchner Elternhaus und wirkte als Multifunktionär vieler Vereine knapp 65 Jahre lang ehrenamtlich.

Beruflich war der Verstorbene über 30 Jahre lang Briefträger. Privat hatte er sich zur Aufgabe gestellt, allen zu helfen, die Unterstützung benötigen. Die Heirat mit seiner Paula ließ nicht lange auf sich warten, 73 Jahre lang waren sie ein glückliches Ehepaar, bis Paula vor zwei Jahren verstarb. Beide hatten eine kleine Landwirtschaft betrieben. Sechs Kinder entstammen ihrer Ehe und auf 45 Enkel-, Urenkel- und Ururenkelkinder war Ludwig Lanzerstorfer mit Recht stolz.

Vielfach engagiert

Dem sechsfachen Familienvater war die Mitgestaltung seiner Heimatgemeinde stets ein großes Anliegen. Mehrere Jahrzehnte lang hat er die Geschichte von Hofkirchen mitgeprägt. Seit 1948 war Ludwig Lanzerstorfer 65 Jahre lang aktiver Funktionär im Kriegsopferverband, davon 45 Jahre als Obmann. Der Verstorbene war nebenbei auch 42 Jahre lang Obmann des örtlichen Schwarzen Kreuzes. 67 Jahre lang war der Verstorbene Mitglied im Seniorenbund, davon 43 Jahre als Hofkirchner Ortsgruppen-Obmann.

41 Jahre lang trug Ludwig Führungsverantwortung im Hofkirchner Veteranenverein. Als Kassier, Obmannstellvertreter und 27 Jahre lang als Obmann. In der Schulzeit seiner Kinder wirkte Ludwig Lanzerstorfer viele Jahre lang als Obmann des Elternvereins. Als solcher hat er sich große Verdienste bei der Gründung der regionalen Hauptschule in Hofkirchen  erworben. Im Hofkirchner Gemeinderat hatte der Verstorbene von 1973 bis 1985 seinen Sitz. Vorher und nachher war er insgesamt weitere 12 Jahre Ersatzmitglied.

 

Ludwig Lanzerstorfer wird vielen Hofkirchnern und Menschen weit darüber hinaus noch lange in Erinnerung bleiben. Seine Verdienste sind äußerst anerkennenswert. Er wurde für seine Verdienste auch vielfach ausgezeichnet. 

 

 

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Wahre Begebenheit: Autorin greift das Thema Intersexualität auf

AIGEN-SCHLÄGL. „Romy – Ein Leben zwischen zwei Welten“ lautet der Titel des neuen Buches von Isabella Maria Kern. Eine wahre Geschichte über Intersexualität, das Menschen Mut machen ...

Heimische Radsportler fuhren beim King of the Lake vorne mit

SARLEINSBACH/NIEDERWALDKIRCHEN. Bei Europas größtem Zeitfahren, dem King of the Lake rund um den Attersee, standen Radsportler von heimischen Vereinen am Stockerl.

Wäschetrockner in Brand - fünf Feuerwehren im Einsatz

HOFKIRCHEN. Zu einem Kellerbrand rückten am Montagabend insgesamt fünf Feuerwehren aus.

Tagesbetreuung im Altenheim Lembach öffnet wieder

LEMBACH. Nach der Corona-Pause öffnet das Altenheim Lembach wieder die Türen für Tagesgäste.

Tagesmütter übernehmen Betreuung in neuen Krabbelgruppen

ALTENFELDEN/HASLACH. Ein bislang großteils leerstehendes Haus im Ortszentrum ist seit wenigen Tagen die Unterkunft für die neue Krabbelgruppe in Altenfelden. Hier werden fünf Kinder von ...

Granitlab und Tips verlosen Co-Working-Plätze für einen Monat

ST. MARTIN. Im ersten Co-Working-Space im Bezirk Rohrbach, dem Granitlab in St. Martin, herrscht reges Treiben. Wer Teil davon werden will, kann mit etwas Glück einen Monat lang einen sogenannten ...

Hermann Josef Hehenberger wurde zum Priester geweiht

AIGEN-SCHLÄGL. Hermann Josef Hehenberger wurde am Sonntag, 20. September, von Diözesanbischof Manfred Scheuer in der Pfarrkirche Aigen zum Priester geweiht.

„So, wie es vor Corona war, wird es nie wieder sein“

HELFENBERG. So, wie es vor Corona war, wird es nie mehr wieder sein – das ist die Botschaft, die der renommierte Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx den Gästen seines Vortrages in Helfenberg ...