So geht‘s jetzt bei uns daheim zu
BEZIRK ROHRBACH. Wieder sind die Schulen zu. Wieder heißt es, Homeoffice, Homeschooling und Haushalt irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Gott sei Dank ist die Zeit diesmal kurz. Hoffentlich...! Ein Bericht aus dem zweiten Lockdown von Redakteurin Petra Hanner.

Noch nicht oft bin ich so froh darüber gewesen wie jetzt, dass wir zu Hause schon Breitband-Internet haben. Homeoffice funktioniert gut, nur anstatt des komfortablen Schreibtisches samt großer Bildschirme im Büro muss ich mit Küchentisch und Laptop Vorlieb nehmen.
Mamaaaa!
Meine beiden Volksschüler schicke ich diesmal – anders als im ersten Lockdown – an meinen Arbeitstagen in die Schule. Das entlastet mich und meine Nerven merklich. Es ginge auch nicht lange gut, denn wenn ich telefoniere, dann schreit garantiert einer von ihnen: „Mamaaaa, ich hab Huuuunger!“ Auch, wenn ich vorher eindringlich gewarnt habe: „Ich muss telefonieren, ihr müsst jetzt leise sein!“
Schule zu Hause ist anstrengend mit zwei Kindern. Sie sind eh recht selbstständig für ihre sechs und acht Jahre, aber natürlich braucht mich jeder von Zeit zu Zeit. „Mama, was muss ich da tun?“ „Mama, ich brauch dich!“, „Mama, kannst du mir das zeigen?“ So pendle ich zwischen Küche und Wohnzimmer hin und her zu den Plätzen der Kinder.
„Es ist so schön ruhig“
Die Kinder selbst mögen beides: Unterricht daheim und die Betreuung in der Schule. „Ich bin letztes Mal ganz alleine in der Klasse gesessen, da war es wenigstens schön ruhig. Das war super“, gibt sich der Große schon sehr vernünftig. Der Kleine liebt es, wenn er in den Pausen des Heim-Unterrichts geschwind Lego bauen oder aus seinen Lieblingsbüchern lesen darf.
Der Haushalt leidet
Neben dem Homeschooling schnell Wäsche zusammenlegen, Geschirrspüler einräumen, zusammenkehren, das geht. Da bleibt an den Homeoffice-Tagen mehr liegen, wenn ich mich voll auf die Arbeit konzentriere und schaue, dass ich möglichst viel erledige, bis die Kinder wieder zurück sind. Aber das Frühstücksgeschirr beschwert sich ja schließlich nicht, wenn es erst gegen Mittag in den Geschirrspüler wandert.


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