Arcus Sozialnetzwerk: Gut betreut in der Corona-Pandemie

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Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 11.12.2020 17:50 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Mit umfassenden Hygienekonzepten schafft Arcus seit Beginn der Corona-Pandemie einen sicheren Rahmen für die betreuten Menschen und deren Mitarbeiter. Das Impfprogramm ist bereits für Anfang März in Planung.

Die Corona-Pandemie stellt das Arcus Sozialnetzwerk mit seinen Wohneinrichtungen und Werkstätten sowie den anderen Geschäftsbereichen vor große Herausforderungen. Umfangreiche Sicherheitskonzepte ermöglichen in dieser Ausnahmesituation ein weitgehend geordnetes Zusammenleben in den Wohnheimen bzw. Arbeiten in den Werkstätten im Bezirk Rohrbach und Urfahr-Umgebung. Arcus rief bereits im März 2020 einen Corona-Krisenstab ins Leben und implementierte weitreichende Maßnahmen, um die Menschen in sozialen Notlagen und Mitarbeiter sicher durch die Pandemie zu führen.

Besonders herausfordernd

Für die Menschen, die Arcus betreut, ist die aktuelle Situation besonders herausfordernd. Viele der geltenden Regeln sind nur schwer für sie begreifbar und können daher vielfach nicht eingehalten werden, wie etwa die Abstandsregel. Daher legt Arcus höchstes Augenmerk auf sichere Rahmenbedingungen, wie regelmäßige Temperaturmessungen und großzügige Antigentests, um damit die fürsorgliche und professionelle Begleitung durch die Mitarbeiter zu ermöglichen.

„Auch wir waren in den letzten Wochen mit Corona-Infektionen konfrontiert. Die Erkrankungen nehmen jedoch zum Glück meist einen leichten Verlauf. Und es gab keine signifikante Übersterblichkeit“, so Werner Gahleitner, Sprecher der Geschäftsführung Arcus Sozialnetzwerk.

Von Beginn an höchste Sicherheit

Am 16. März traf sich zum ersten Mal der Krisenstab bei Arcus, um die über 1.000 Klienten und 423 Mitarbeiter gesund und sicher durch die Corona-Pandemie zu führen. Die umgesetzten und von externer Stelle überprüften Sicherheitskonzepte zeigen die gewünschte Wirkung. Seit Beginn der Pandemie wird bei den Besuchern Fieber gemessen und die Mitarbeiter wurden rasch mit FFP2-Masken ausgestattet. Die großzügige Testung führt Arcus auch bei den Mitarbeitern durch – jedem Verdachtsfall wird nachgegangen. So können die Covid-19-Infektionen auf geringem Niveau gehalten werden.

Infektionen haben weitreichende Folgen

„In unseren Wohnheimen haben wir die spezielle Situation, da es sich dabei quasi um größere und kleinere Haushaltsgemeinschaften von Bewohnern und Pflegepersonal handelt. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Bei etwaigen Covid-19-Erkrankungen geht meist das gesamte Wohnheim oder ein ganzes Stockwerk in Quarantäne und das ist für alle Beteiligten eine ganz besondere Herausforderung“, beschreibt Gahleitner die weitreichenden Folgen einer Infektion. „Wir danken an dieser Stelle allen Mitarbeitern für die engagierte Unterstützung und Einhaltung sämtlicher Maßnahmen, die bei der täglichen Arbeit oftmals sehr belastend sind. Sie machen trotz Corona eine geregelte und sichere Pflege und Betreuung möglich.“

Impfungen starten

Bereits im März soll bei Arcus mit den Impfungen gegen Covid-19 begonnen werden. Die organisatorischen Rahmenbedingungen werden bereits vorbereitet. Die Werkstätten müssen, voraussichtlich noch bis 6. Jänner, im eingeschränkten Betrieb geführt werden. Derzeit liegt die Auslastung in den Werkstätten bei ca. 30 Prozent. Alle anderen Menschen mit Beeinträchtigungen werden zurzeit von ihren Angehörigen daheim betreut. Dies fordert sie in der aktuellen Situation zusätzlich. Die Betreuung in außergewöhnlichen Zeiten wird ergänzt durch vermehrte Telefonkontakte und die Verlagerung von Beschäftigung aus der Werkstätte in die Wohnheime und Haushalte. „Die Fürsorge und Pflege beeinträchtigter Familienmitglieder 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche ist körperlich äußerst anstrengend und auch psychisch für die Angehörigen sehr belastend“, denkt Gahleitner auch mit großem Respekt an die betroffenen Angehörigen. Er dankt ihnen im Namen des gesamten Arcus-Teams für das Vertrauen und Verständnis für die eingeschränkten Betreuungsmöglichkeiten.

Wichtige Beratung

Die Beratungsstelle Mikado leistet in dieser Pandemie bereits seit dem Frühling einen wichtigen Beitrag zur psychosozialen Gesundheit und Beratung in der Region. Das Beraterteam ist in den Beratungsstellen und auch über Onlineberatung für hilfesuchende Menschen erreichbar.

Auch die Mobilen Dienste pflegen und betreuen die Kunden in dieser schwierigen Phase mit hoher Professionalität in ihrer vertrauten Umgebung.

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