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BEZIRK ROHRBACH. Diese Woche wird mit den Corona-Schutzimpfungen in den Rohrbacher Altenheimen begonnen. Ein erster Schritt Richtung Normalität und eigentlich der einzige Weg, um die Pandemie zu bekämpfen.

Die Schutzimpfung gegen Covid-19 ist der einzige Weg, um die Krankheit einzudämmen. Wichtig ist dafür eine hohe Durchimpfungsrate. Foto: BaLL LunLa/Shutterstock.com

„Es gibt keine Alternative und wir können nur befürworten, dass sich die Leute impfen lassen“, stellt Bezirksärztevertreter Werner Stütz, Allgemeinmediziner in Rohrbach-Berg und Chirurg im Klinikum Rohrbach, klar. Er spricht damit für viele seiner Kollegen, die schon auf den Impfstart gewartet haben. Wie bekannt, werden Hochrisikogruppen zuerst geimpft; dann sollen schrittweise verschiedene Berufsgruppen (Ärzte, Pflegepersonal, Pädagogen in Schulen und Kindergärten) an die Reihe kommen, ehe die Impfung der breiten Bevölkerung vorgesehen ist. Stütz rechnet damit frühestens im März, Impfungen sollen dann über den Hausarzt möglich sein. „Vorstellbar wäre auch, dass das Ganze ähnlich wie bei den Massentestungen über mehrere Impfstraßen im Bezirk angeboten wird“, sagt der Ärztevertreter.

Großtat der Wissenschaft

Bedenken wegen der neuen Impfung hat er nicht. „Die ungeahnte Geschwindigkeit mutet vielleicht befremdlich an, aber die zugelassenen Impfstoffe haben alle Testphasen regulär durchwandert und sämtliche Kriterien erfüllt, die für die Zulassung jedes Medikaments notwendig sind. Das war eine Großtat der Wissenschaft, die es in dieser Form noch nie gegeben hat“, weist er auf das Interesse aller Staaten hin. „Der Benefit einer Impfung ist auf jeden Fall viel größer als die Risiken einer möglichen Nebenwirkung“, motiviert er zur Impfung gegen Covid-19.

Laut Ärztekammer OÖ stehen die Hausärzte flächendeckend bereit, damit alle Interessierten wohnortnah, unbürokratisch und gut informiert zu ihrer Schutzimpfung kommen, sobald der Impfstoff vom Bund zur Verfügung gestellt wird. „Mit einer möglichst hohen Durchimpfungsrate kann der Druck, der auf unserem Gesundheitssystem lastet, herausgenommen werden“, betont Präsident Peter Niedermoser.

Masken und Abstand halten ist weiterhin wichtig

Die Covid-19-Impfung werde aber voraussichtlich nicht die alleinige Lösung sein: Hygiene- und Abstandsmaßnahmen seien deshalb in nächster Zeit weiterhin notwendig. Werner Stütz rät außerdem, gelegentlich einen Antigentest zu machen. „Nach dem Lockdown oder wenn ein Treffen mit anderen Leuten bevorsteht, ist der Test sicher sinnvoll – auch wenn er nur eine Momentaufnahme für die nächsten 24 Stunden ist.“

Über 80-Jährige werden ab nächster Woche geimpft

Nach dem Start diese Woche wird sukzessive in allen sechs Altenheimen im Bezirk geimpft. „Das Interesse bei den Bewohnern ist sehr groß“, weiß Bezirkshauptfrau und Sozialhilfeverbands-Obfrau Wilbirg Mitterlehner. Ab nächster Woche können sich dann alle Personen über 80 Jahre, die nicht in einem Alten- oder Pflegeheim wohnen, impfen lassen. Die genauen Impf-Standorte werden am Donnerstag bekannt gegeben. Anmeldungen dafür sind ab Freitag, 15. Jänner, 14 Uhr möglich: Tel. 0732/7720-78700 sowie unter www.land-oberoesterreich.gv.at (Infohotline: 0800/555 621).

„Impfen ist wirklich dringend notwendig und es ist wichtig, dass sich möglichst viele impfen lassen“, betont Mitterlehner. Denn nach wie vor gebe es jeden Tag neue positiv Getestete.


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