Bezirksarchiv sucht neues Zuhause
ROHRBACH-BERG. Nachdem der Gemeinderat den Verkauf des alten Gerichtsgebäudes beschlossen hat, ist der Heimatverein des Bezirkes auf der Suche nach einer neuen Unterkunft für sein Archiv.

Die Ansprüche seien gar nicht hoch, meint Anton Brand, seines Zeichens Betreuer des Bezirksarchivs. „Wir haben jetzt im alten Gerichtsgebäude einen etwa 50 m2 großen Raum – so wie ein Klassenzimmer“, sagt Brand. Trocken sollte der Platz sein und über einen Stromanschluss verfügen, ansonsten „braucht es keinen attraktiven Raum dafür“.
Vorzugsweise sollte das Bezirksarchiv auch in der Bezirkshauptstadt bleiben, wo es zuerst im alten Feuerwehrzeughaus, später im ehemaligen Gemeindeamt von Berg und seit Oktober 2015 eben im alten Gericht mitten im Stadtzentrum untergebracht war. Allerdings schauen hier die Möglichkeiten nicht gut aus, bestätigt der leidenschaftliche Archivar: „Es gibt zwar Leerstände in Rohrbach-Berg, die jedoch nicht verfügbar sind.“ Auch im Kindergarten-Keller hätte er sich schon umgesehen, dieser ist allerdings zu niedrig für die vielen Kästen und Regale. Und das Stadtamt selbst beherbergt schon das Stadtarchiv, das den ganzen Platz einnimmt. Bis Sommer jedenfalls muss der Heimatverein des Bezirkes ein neues Zuhause für die historischen Schätze gefunden haben.
Historisch wertvolle Schätze
Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um Textdokumente. „Unser größter Schatz sind die Mühlviertler Nachrichten seit 1930, die in einem sechs Meter langen Regal gelagert sind“, freut sich Anton Brand über diese Zeitungssammlung. Dazu kommen alte Karten, Bücher und Aufzeichnungen von einigen Heimatforschern und ein „toller Bild- und Dokumentenschatz“ von Vitus Ecker, der Kulturgüter im gesamten Bezirk fotografiert hat.
Übrigens ist noch ein zweites Rohrbach-Berger Museum schon seit längerem auf Herbergsuche: Das Museum des Buchdrucks braucht einen neuen Platz für die Maschinen und Ausstellungsstücke.


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