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BEZIRK ROHRBACH. Vor wenigen Wochen ist Europa hart an einem Blackout, also einem kompletten Stromausfall, vorbeigeschrammt. So richtig aufgefallen ist es allerdings nicht, schließlich blieb das Licht an und der Kühlschrank lief weiter. Der Vorfall zeigt aber, wie wichtig Vorsorge und Bevorratung sind.

Für einen großflächigen Stromausfall sollte man gerüstet sein. Foto: Mameraman/Shutterstock.com
Für einen großflächigen Stromausfall sollte man gerüstet sein. Foto: Mameraman/Shutterstock.com

Laut einer aktuellen marketagent-Studie zur Blackout-Vorsorge haben sich die meisten Österreicher mit dem Thema beschäftigt und sind sich der Gefahr bewusst. Allerdings sieht der OÖ Zivilschutz massive Fehleinschätzungen, was die richtige Vorsorge betrifft. „Tatsächlich ist es eine Herausforderung, eine Woche autark zu leben“, weiß Zivilschutz-Bezirksobmann Valentin Pühringer.

Oft fehlt es im Detail

Vor allem der Wasser-Vorrat wird gern unterschätzt. Denn das dürfen für zwei Personen und eine Woche schon mal 28 Liter sein. „Wasser braucht man nicht nur zum Kochen oder Hände waschen, sondern möglicherweise auch für die Klospülung, wenn die Toilette nicht mehr funktioniert. Wir stellen oft fest, dass zwar vorgesorgt wird – im Detail fehlt es aber“, sagt Pühringer. OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner ergänzt: „Die Zweitfolgen und Schäden eines Blackouts werden von der Bevölkerung unterschätzt. Auch wenn der Strom wieder da ist, kann es einige Tage dauern, bis auch die Infrastruktur, etwa die Lebensmittelversorgung oder Pumpwerke, wieder funktioniert.“

Krisenfester Haushalt

Ein batteriebetriebenes Notfallradio (mit passenden Batterien dazu), Notbeleuchtung, Notkochstelle, Decken, Lebensmittelvorrat, aber auch notwendige Medikamente oder Bargeld in kleinen Scheinen gehören auf jeden Fall in einen krisenfesten Haushalt, damit man wenigstens eine Woche das Haus nicht verlassen muss. Die Corona-Krise hat dem OÖ Zivilschutz ein wenig in die Hände gespielt: „Die Lagerhaltung ist mehr geworden aus Angst vor einer möglichen Quarantäne. Aber beim Blackout ist es anders: Da kann man sich nicht auf andere verlassen, die vielleicht für einen einkaufen gehen. Und vor allem gibt es keinen Strom“, betont Valentin Pühringer.

Stromnetz stark belastet

Auch wenn die Energiewirtschaft immer um einen schnellstmöglichen Lastausgleich bemüht ist, wächst die Wahrscheinlichkeit eines großflächigen Stromausfalls. „Unser Stromnetz wird immer stärker belastet – da muss man etwa nur ans Home-Office und Home-Schooling denken. Oft braucht es dann nur eine Kleinigkeit und das Ganze kann kippen“, rät der Zivilschutz-Experte, die Gefahr eines Blackouts nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Mögliche Einkaufsliste für zwei Personen und eine Woche:

1 kg Mehl, 1 kg Reis, 2 kg Nudeln, 0,5 kg Hülsenfrüchte, 2 Pkg. Knäckebrot, 1 Pkg. Kartoffelpüree, 10 Pkg. Packerlsuppe, 4 Gläser Sugo, 10 Dosen Dosengulasch, 5 Gläser eingemachtes Gemüse/Salate, 5 Pkg. Cabanossi, 1 Glas Marmelade, 1 Liter Verdünnsaft, 1 kg Müsli, 3 Liter Haltbarmilch, 0,5 kg Kaffee, 2 Pkg. Tee, 0,5 kg Zucker, 3 Tafeln Schokolade, 2 Sackerl Studentenfutter, 1 Pkg. Suppenwürfel, 0,5 Liter Essig, 0,5 Liter Öl, 28 Liter Mineralwasser

Auf www.zivilschutz-ooe.at können der Blackout-Infofolder mit Checklisten sowie die Broschüre Krisenfester Haushalt kostenlos angefordert werden.


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