Rohrbachs Feuerwehr-Kameraden leisteten 16.000 Stunden bei mehr als 2.000 Einsätzen
BEZIRK ROHRBACH. Corona hat auch bei den Rohrbacher Feuerwehren gewohnte Abläufe und geregelte Strukturen durcheinandergewirbelt. Notwendige Ausbildungen und Bewerbe, Feste und Feiern mussten großteils abgesagt werden, die Einsatzbereitschaft war aber auch 2020 stets gegeben.

Die knapp 6.500 Kameraden der 59 Rohrbacher Feuerwehren bewältigten 190 Brandeinsätze, das sind um 50 weniger als im Jahr zuvor. Dazu kamen 1.889 technische Einsätze und Hilfeleistungen – auch hier zeigt sich ein Rückgang von 595 Einsätzen. Insgesamt waren die Kameraden 16.507 Stunden im Einsatz und leisteten somit so viel wie 413 Arbeitskräfte mit einer 40 Stunden-Anstellung.
160 Mal im Corona-Einsatz
Auch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Krise haben die Feuerwehren auf Trab gehalten: Von März bis Dezember 2020 wurden diese 160 Mal zur Unterstützung gerufen. Rund 600 Kameraden übernahmen Transportlogistik zu den Testgemeinden und Schulen, Lotsendienste und personelle Unterstützung bei den Massentestungen im Dezember, oder die Koordinierung und Auslieferung der Materialen vom Bezirksumschlagplatz.
Weiterbildung mit Einschränkungen
Nicht unerwartet kam es bei den Zeitaufwänden für Bewerbe und Leistungsprüfungen zu einem deutlichen Einbruch von mehr als 88 Prozent. Insgesamt wurden nur gut 12.000 Teilnehmer-Stunden erfasst. Auf Weiterbildung haben die Kameraden aber nicht verzichtet und rund 27.000 Stunden dafür aufgewendet. Unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen, versteht sich. So wurde etwa auf Initiative von Lehrgangsleiter Hubert Springer beim Grundlehrgang ein landesweites Pilotprojekt gestartet und der Theorie-Teil via Distance Learning abgewickelt. Für die Jugendarbeit schlagen knapp 14.000 Stunden zu Buche, um ein Drittel weniger als im Jahr zuvor.
Bezirkstagung erst im Oktober
„2020 war ein außergewöhnliches Jahr für die Feuerwehren. Aber alle konnten die wichtigste Aufgabe im Feuerwehrdienst, die Einsatzbereitschaft, aufrechterhalten und es gab herausfordernde Einsätze zu meistern“, fasst Bezirks-Feuerwehrkommandant Sepp Bröderbauer zusammen. „Die einzigartige Ausnahmesituation, die das derzeitige Leben auf den Kopf stellt, geht auch so im heurigen Jahr weiter“, ergänzt er und weist darauf hin, dass deshalb die Bezirks-Feuerwehrtagung verschoben wurde: Statt im April soll diese am 1. Oktober im Centro Rohrbach stattfinden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden