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KLEINZELL. Als dreijähriges Mädchen kam Martha Gabriel, geborene Santner, 1939 mit ihren zehn Geschwistern von Südtirol ins Mühlviertel. Sie ist die letzte Südtirolerin in Kleinzell, die dieses Wanderschicksal miterlebt hat.

Martha Gabriel, geborene Santner, hat als kleines Mädchen eine lange Wanderschaft miterlebt. (Foto: privat)

Martha wurde 1936 als jüngstes von elf Kindern im Südtiroler Partschins geboren. Die politische Unruhen der damaligen Zeit haben die Großfamilie bewogen, keine Italiener, sondern Österreicher zu bleiben. Mit weiteren befreundeten Familien machten sich die Santners auf, um eine neue Heimat zu suchen. Gefunden hat man diese vorerst in Hörhag (Gemeinde Altenfelden) und Pürnstein (Gemeinde Neufelden), ehe sich die Eltern Rosa und Peter Santner nach verschiedenen Einsätzen auf Bauernhöfen in Kleinzell sesshaft machten und hier ein Haus bauten.

Martha Gabriel arbeitete im Steinmetzbetrieb Kastner, wo sie ihren späteren Ehemann Josef kennenlernte und mit ihm fünf Kinder bekam.

Auf vergangenen Spuren

Ihr 85ster Geburtstag ist ein guter Grund, um auf ihr bewegtes Leben und ihr Wanderschicksal hinzuweisen. Vor zwei Jahren kehrte die Seniorin übrigens an ihren Geburtsort in Südtirol zurück: Mit 28 Begleitern (Kinder, Nichten und Neffen) machte sie sich im Vinschgau auf die Spuren ihrer Vergangenheit.


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