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KLAFFER. Die botanische Vielfalt im Böhmerwald kann man mit Waltraud Müller näher entdecken. Dabei verrät die Klaffegger Kräuterkrämerin mehr über die Welt der Pflanzen und Wildkräuter, die bereits bei unseren Ahnen Verwendung gefunden haben.

  1 / 3   Natur- und Kräuterführerin Waltraud Müller lädt ein, mit ihr die botanische Vielfalt im Böhmerwald zu entdecken. (Foto: privat)

Von den Kelten über Paracelsus und Hildegard von Bingen bis hin zu Pfarrer Kneipp: Die Zeitreise im Tal der Großen Mühl zeigt, wie sich die botanische Vielfalt in den letzten Jahrhunderten bis in die heutige Zeit durch den Einfluss des Menschen verändert hat.

Kräuter für die Apotheken

Kräuterkrämer versorgten einst Apotheken und Ärzte mit Pflanzen und Heilkräutern, aus denen allerhand Arzneien hergestellt wurden. Dieses alte Wissen rund um die Pflanzen und ihre Bedeutung für die Natur, für Tiere und den Menschen wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Kräuterkrämerin Waltraud Müller verkauft keine Kräuter mehr, aber sie gibt bei Wanderungen das traditionelle Wissen rund um die Pflanzen und Kräuter der Böhmerwaldregion weiter.

Von der Kirche bis zur Großen Mühl

Gestartet wird bei der Pfarrkirche in Klaffer mit einem Blick auf den Böhmerwald und einem Hinweis auf seine Entwicklung vom undurchdringlichen Urwald zum Völker verbindenden Naturraum. Vorbei am Pechölstein führt der Weg zur Großen Mühl. Bei der alten Seitelschlägermühle befindet sich das Naturschutzgebiet Torfau – eine Feuchtwiese, die zu den letzten Rückzugsgebieten für viele Wiesenbrüter und seltene Schmetterlingsarten zählt. Hier fühlt sich das Mädesüß, ein vielgeschätztes Heilkraut, besonders wohl. Weiter führt der Weg entlang von Wildfruchthecken und Feldrainen, an denen Quendel, Dost, Schafgarbe und viele andere Heilkräuter wachsen und ihren Duft verströmen.

Müller kennt die Geschichten rund um die Kräuterheilkunst unserer keltischen Vorfahren, aber auch die der großen Heiler wie Paracelsus, Hildegard von Bingen oder Pfarrer Kneipp. Und sie weiß auch, welche Kräuter und Wildfrüchte für die Küche geeignet sind. Flussabwärts lernen die Wanderer die pflanzlichen Einwanderer, die Neophyten, kennen und erfahren, woher sie kommen und wie sie unsere Natur verändern. Zum Abschluss wird noch ein Kräuterkranzl gebunden, in das Wünsche eingewebt werden und das dann mit dem Mühl-Wasser auf die Reise geschickt wird. Und der Kräutersaft voller Grünkraft schmeckt nach der Entdeckungsreise in der Natur besonders gut.

Für die Tour stehen Fixtermine zur Verfügung, der nächste am 15. Juli. Für Gruppen können individuelle Termine vereinbart werden. Alle Infos: naturschauspiel.at/naturschauspiele/im-reich-der-wiesenkoenigin-278533 oder bei Waltraud Müller, Tel. 0676/884329302, waltraud.gadermaier@gmx.at


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