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AIGEN-SCHLÄGL. Man kann als Gemeinde viel für die Mobilität der Bürger und gleichzeitig auch für die Umwelt tun. Das zeigt sich am Beispiel Aigen-Schlägl, wo beide Themen wichtige Agenden im Gemeindeleben geworden sind.

Die Bauparzellen im Parkweg sind bereits alle vergeben. (Foto: Marktgemeinde Aigen-Schlägl)
  1 / 3   Die Bauparzellen im Parkweg sind bereits alle vergeben. (Foto: Marktgemeinde Aigen-Schlägl)

Umweltfreundliche Mobilität ist in unserer Region bereits untrennbar mit dem „MühlFerdl“ verbunden. Das E-Car-Sharing-Modell wird in Aigen-Schlägl seit 2017 bestens angenommen. Im Februar wurde das bisherige Fahrzeug durch ein reichweitenstärkeres Modell ersetzt. Das neue Auto kann mit einer Akkuladung nun bis zu 400 Kilometer weit fahren, verfügt über eine Schnellladefunktion für öffentliche Schnellladestellen und in der Mittelkonsole des Autos befindet sich ein Induktions-Ladefeld für Smartphones. „Bei uns wird der MühlFerdl wirklich gut genutzt. Wer dieses tolle Modell ausprobieren möchte, kann sich jederzeit noch am Gemeindeamt melden“, lädt Bürgermeisterin Elisabeth Höfler ein.

Eltern-Haltestelle nützen

Weniger Verkehr hingegen wünschen sich die Verantwortlichen vor den Schulen. Gerade jetzt, zu Schulbeginn, bringen viele Eltern ihre Kinder noch persönlich zur Schule. Die Bürgermeisterin appelliert an die Eltern, die eigens geschaffene Eltern-Haltestelle beim Meierhof zu nutzen: „Erfahrungen aus vielen Gemeinden zeigen, dass die Kinder aufmerksam und munter in der Schule sitzen, wenn sie zumindest teilweise den Schulweg zu Fuß zurückgelegt haben. Außerdem erwerben die Kinder so Kompetenz in Bezug auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr.“

Im Zentrum wurde nun auch eine 30er-Zone geschaffen und um Radfahrern mehr Sicherheit zu geben, wurde im Rahmen des Pilotprojektes „Aktiv Bewegt“ ein Mehrzweckstreifen im Bereich der Schlägler Hauptstraße angelegt. Dieser wurde mit einer Leitlinie, Fahrradsymbolen und Richtungspfeilen gekennzeichnet. Somit darf dieser unter besonderer Rücksichtnahme auf Radfahrer von anderen Fahrzeugen befahren werden. „Wir wollen damit den Radverkehr in unserer Gemeinde fördern und Radfahrer gleichzeitig schützen. In Planung ist noch ein weiterer solcher Streifen im ‚Grüner Weg‘“, erklärt die Bürgermeisterin.

Bauboom hält an

Ungebrochen groß ist der Andrang in Aigen-Schlägl auch bei den Baugründen. Die Baugründe im Parkweg, die erst vor zwei Jahren umgewidmet worden sind, sind bereits vergriffen, in der Brückensiedlung gibt es noch freie Parzellen. Es wird nach weiteren potenziellen Baugründen gesucht. Dementsprechend positiv ist auch die Entwicklung in puncto Schulen, Wirtschaft und Nahversorgung: „Wir sind froh, bald einen neuen Eurospar zu haben und auch der Wöber-Markt im Ortskern hat einen neuen großen Parkplatz hinter dem Geschäft errichtet. Die Firma Resch hat umgebaut, das Unternehmen e2 ist gerade dabei. Es tut sich enorm viel“, ist Elisabeth Höfler stolz auf ihre Amtszeit als Bürgermeisterin und hofft auf viel Unterstützung bei der anstehenden Wahl, bei der sie erneut für die ÖVP als Kandidatin in den Ring steigt.


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