Gemeinsam lesen lernen: Rotes Kreuz sucht mehr Lesecoaches
BEZIRK. Eine zweitägige Ausbildung und einen Erste Hilfe-Kurs – mehr braucht es nicht, um für das Rote Kreuz als Lesecoach einsatzbereit zu sein. Damit noch mehr Schüler davon profitieren können, will die Rotkreuz-Bezirksstelle dieses Angebot ausbauen.

Elf Lesecoaches sind derzeit an sieben Volksschulen im Einsatz und wecken bei Kindern langfristig die Freude am Lesen. Damit unterstützen sie zugleich ihre Entwicklung. Rund 30 Prozent aller Pflichtschulabsolventen können nicht sinnerfassend lesen, weiß RK-Bezirksgeschäftsleiter Johannes Raab. Defizite führen zu schlechteren Chancen am Arbeitsmarkt, gesellschaftlichem Ausschluss und gesundheitlichen Problemen. „Mit unserem Lesecoach-Programm können wir dagegen einen Beitrag leisten“, ist Raab überzeugt. Das Rote Kreuz ist deshalb permanent auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, die als Lesecoach mit den Kindern arbeiten wollen.
Neue Jugendkoordinatorin
Koordiniert wird das Ganze von der neuen Bezirksjugendkoordinatorin Margareta Kickinger, die seit Mitte August im Einsatz ist. In ihren Händen liegt auch das ROKO-Programm für die Kindergärten. Für rund 1.000 Kinder im Bezirk Rohrbach ist dieses Angebot der erste organisierte Kontakt mit dem Roten Kreuz, der Symbolfigur ROKO und dem Notruf 144. „Unsere ausgebildeten Betreuer sind in allen Kindergärten zu Gast“, freut sich Kickinger.
Gute Zusammenarbeit
Daneben gibt es noch weitere Angebote für Kinder und Jugendliche, die dank der guten Zusammenarbeit zwischen Schulen und dem Jugendrotkreuz möglich sind. Unter anderem wurden im Bezirk im vergangenen Schuljahr knapp 580 Radfahrprüfungen und mehr als 800 Schwimmprüfungen abgewickelt. Das Jugendrotkreuz begleitet seit mehr als 70 Jahren die Bildungsarbeit an Schulen, um humanitäre Werte und Lebenskompetenzen zu vermitteln.


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