Rohrbacher Oberst koordiniert Lufteinsatz bei Rax-Waldbrand
BEZIRK ROHRBACH. „Genau ein solches Waldbrand-Szenario haben wir 2017 im Böhmerwald geübt“, sagt Oberst Georg Klecatsky, Kommandant der Luftunterstützung beim Bundesheer. Der Rohrbacher koordiniert den Lufteinsatz beim Waldbrand im Niederösterreichischen Rax-Gebiet. Er ist mit seinem Team dafür verantwortlich, dass der Einsatz im Luftraum über dem Einsatzgebiet taktisch geführt wird.

Der Mühlviertler synchronisiert den Einsatz aller 16 Luftfahrzeuge – ungeachtet der nationalen Herkunft. Eine große Herausforderung istdie Einbindung der großen Canadair-Flächenflieger, die pro Flug fast 7.000 Liter Löschwasser abwerfen können.
Damit kein Sicherheitsproblem entsteht, muss vor dem Einfliegen der großen Löschflugzeuge der gesamte Luftraum über dem Einsatzgebiet geräumt werden. „Es hat zwar in der Luft alles Platz, aber nur, weil wir räumlich und zeitlich die Luftfahrzeuge koordinieren und synchronisieren“, sagt der Mühlviertler. „Die größeren Hubschrauber haben wir etwa in höheren Lagen eingesetzt. Darunter die kleineren Hubschrauber. So gewährleisten wir die Flugsicherheit“.
Zahnräder greifen perfekt ineinander
Georg Klecatsky lobt auch die Koordination mit den Bodenkräften der Feuerwehr: „Das ist den vielen, vielen Übungen geschuldet. Da erntet man die Früchte der gemeinsamen Ausbildung. Ich bin beeindruckt, wie hier die Zahnräder perfekt ineinandergreifen“, sagt der Bundesheer-Oberst, der selbst Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr ist.
Übung im Böhmerwald
Damit schließt sich der Kreis zur großen trinationalen Waldbrandübung im Böhmerwald, die 2017 auf Initiative des Aigener Abschnittskommandanten Günther Gierlinger stattfand (Tips berichtete). „Damals hatten wir die richtige Intuition auf die große Feuerwehrübung, auch die internationale Luftraum-Übung aufzusetzen. Das wurde mir wieder einmal bewusst, als der Kommandant der beiden eingesetzten Sikorsky CH-53 aus Deutschland aus dem Hubschrauber stieg. Wir kannten uns persönlich von der Übung“.
Löschwasser-Problem
Beim Einsatz auf der Rax fließen so auch die Erkenntnisse der Böhmerwaldübung ein, welche im Nachhinein gründlich evaluiert wurde. „Wir haben zum Beispiel grenzüberschreitende Alarmpläne erstellt und wissen genau, wo wir etwa Probleme mit der Wasserversorgung haben“, erklärt Günther Gierlinger. Zwar sei der Böhmerwald grundsätzlich durch Forststraßen gut erschlossen, dennoch gilt die Bereitstellung von Löschwasser als große Herausforderung für die Einsatzkräfte.


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