Pandemie treibt die Kinder auf die Straßen Boliviens

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Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 02.12.2021 06:00 Uhr

HASLACH. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation von Straßenkindern in Bolivien enorm. Die Hilfsorganisation Maya Paya Kimsa, gegründet vom Haslacher Martin Berndorfer, hilft, wo sie kann. Und wer das unterstützen möchte, kann das jetzt höchst genussvoll tun.

Schauen sich die Streetworker von Maya Paya Kimsa auf den Straßen Boliviens um, so sehen sie bereits sehr deutlich die Auswirkungen der Notsituation: Es gibt viele neue Kinder und Jugendliche auf der Straße. Erschreckend ist, dass es viele sehr junge Burschen gibt, die gerade einmal elf oder zwölf Jahre alt sind. Sie sind in kleineren Gruppen unterwegs und versuchen, über kleine Arbeiten oder Schuhe putzen Geld für ihre Familien zu verdienen – bleiben aber sehr oft auf der Straße hängen und verlieren langsam aber sicher den Kontakt und Rückhalt in ihren Familien. Sie brechen die Schule ab und so reißt auch ein weiterer Anker an die Gesellschaft, was ein stetiges Absinken in die Szene auf der Straße bedeutet.

„Gerade in solchen Fällen, wo Probleme wie Gewalt, Kriminalität oder Drogenkonsum noch nicht so fortgeschritten sind, ist es wichtig, so früh wie möglich Kontakt mit der Familie herstellen zu können, damit diese unterstützt werden kann und die Burschen und Mädchen dort wieder Sicherheit finden“, erklärt Martin Berndorfer, der mittlerweile wieder in Haslach zu Hause ist und von dort aus die Arbeit in Bolivien unterstützt.

Reintegration geglückt

Für betroffene Familien ist das Reintegrationsprogramm von Maya Paya Kimsa wichtig und hilfreich. „Wir sind sehr stolz darauf, dass Mitte des Jahres bei 18 Familien erfolgreich die Betreuung des Programms beendet werden konnte und sie in der Lage sind, positiv und stabil in die Zukunft zu blicken. Gleichzeitig wurden wieder 25 neue Familien aufgenommen, welche für die nächsten Monate nach Bedarf begleitet und in den verschiedenen Bereichen unterstützt werden.“

Kekse kaufen und so helfen

Der Verein MaPaKi aus Haslach setzt sich dafür ein, Maya Paya Kimsa auch weiterhin unterstützen zu können und die Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien möglich zu machen. Wegen der aktuellen Situation sind aber seit zwei Jahren kaum Benefizveranstaltungen durchführbar. Doch Helfen ist möglich: Am Samstag, 4. Dezember, ab 8 Uhr verkaufen die Vereinsmitglieder von MaPaKi vor dem Haslacher Nah und Frisch-Markt sowie dem Spar die beliebten MaPaKi-Weihnachtskekse (solange der Vorrat reicht).

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