Gewaltschutz beginnt vor der Eskalation
ROHRBACH-BERG/BEZIRK. Seit 10. Dezember sind die weltweiten Aktionstage gegen Gewalt wieder vorbei. Im Frauennetzwerk ist das Thema aber das ganze Jahr über präsent.

Angepasst an die aktuelle Corona-Situation hat die Rohrbacher Beratungsstelle in diesen 16 Tagen gegen Gewalt Online-Vorträge zur häuslichen Gewalt, Frauen und Geld sowie Trennung und Scheidung angeboten. „Das Interesse war groß und der Bedarf steigt“, resümiert Jutta Müller, Leiterin des Frauennetzwerks. „Als Frauen- und Mädchenberatungsstelle sind wir seit mehr als 30 Jahren wichtige Säulen im Gewaltschutz und in der Gewaltprävention. Alle Frauen und Mädchen bekommen schnelle, kostenlose und niederschwellige Unterstützung. Oft ist es Frauen erst in der geschützten Atmosphäre einer Beratung zu einem anderen Thema möglich, Vertrauen zu einer Beraterin aufzubauen und über die Gewalt in der Beziehung zu sprechen oder überhaupt erst zu realisieren, dass das was sie erleben Gewalt ist“, ergänzt Müller. Im Frauennetzwerk stehen auch Dolmetscherinnen für Persisch, Türkisch, Bosnisch-Serbisch-Kroatisch, Spanisch und Englisch zur Verfügung.
Auf dem Kassazettel von Billa finden Frauen übrigens aktuell noch den Polizeinotruf 133 und die Nummer der Frauenhelpline (0800/222 555 von 0 bis 24 Uhr).
Luisa ist da
Für nächstes Jahr will das Frauennetzwerk Rohrbach gemeinsam mit dem Soroptimistinnen-Club Rohrbacher Land das Präventionsprogramm „Luisa ist da“ in den Nachtgastronomie-Betrieben verbreiten. Frauen und Mädchen, die Hilfe suchen oder sich bedroht fühlen, finden mit dem Codewort Luisa schnell und unbürokratisch Unterstützung.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden