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Wölfe und Wildschweine bringen neue Herausforderungen für die Rohrbacher Jägerschaft

Martina Gahleitner, 01.05.2022 19:12

ROHRBACH-BERG. Der Bezirksjägertag im Centro war für Bezirksjägermeister Martin Eisschiel nicht nur Anlass zur Streckenlegung, sondern auch um einen Blick in die Zukunft zu richten. Und hier sieht er in der mittlerweile dauernden Anwesenheit des Wolfes und dem zunehmenden Schwarzwild-Bestand eine besorgniserregende Entwicklung.

Streckenlegung beim Bezirksjägertag (Foto: Gahleitner)
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„Der Wolf verbreitet sich schneller als gedacht und als uns lieb ist“, machte Rohrbachs Bezirksjägermeister deutlich. „Risse und Sichtungen mehren sich und wir spüren das veränderte Verhalten, vor allem beim Rotwild. Das wird sich zum Problem entwickeln. Die Verbreitung des Wolfes wird sicher nicht harmlos und unkompliziert über die Bühne gehen.“ Martin Eisschiel denkt dabei auch an die Auswirkungen für Landwirtschaft und Tourismus, wolfsichere Zäune oder Herdenschutzhunde sind für ihn jedoch keine Lösung.

Rückzugsgebiet für Wild achten

Generell steigt der Druck auf die Natur und die Wildtiere, zusätzlich verschärft durch die Corona-Pandemie: „Die Menschen strömen in Massen in die Natur, was verständlich ist und wir auch niemandem verwehren können. Aber oft wird vergessen, dass der Wald Lebensraum und Rückzugsgebiet für das Wild ist. Eine Lenkung und Kanalisation der Aktivitäten ist deshalb notwendig“, nimmt Eisschiel die Politik in die Pflicht.

Rekordstrecke beim Schwarzwild

Besorgniserregend ist für ihn die Entwicklung beim Schwarzwild: 2021 gab es 385 Abschüsse – im Jahr zuvor waren es 138. „Die größten Vorkommen gibt es entlang der tschechischen Grenze und in den Donauleiten, aber mittlerweile haben sich in fast allen Revieren Wildschweine angesiedelt“, sieht er eine neue Herausforderung auf die Jägerschaft zukommen.

Abschussplan voll erfüllt

Der Abschussplan konnte von den derzeit 935 aktiven Jägerinnen und Jägern zu 102 Prozent erfüllt werden. Einen deutlichen Anstieg gab es beim Feldhasen (762 Abschüsse), vor allem weil Treibjagden wieder möglich waren. Ziel ist es, das Fleisch des Hasen verstärkt als hochwertiges Wildbret zu vermarkten.


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