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BEZIRK ROHRBACH/Ö. Auf der Zielgeraden befindet sich die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln im Supermarkt und in der Gemeinschaftsgastronomie. Für Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Mairhofer ein wichtiger Schritt und weiterer Mosaikstein, damit die gute Qualität der heimischen Produkte auch sichtbar und preislich abgegolten wird.

  1 / 2   Im Klinikum Rohrbach schaut Küchenleiter Alexander Fenzl schon immer auf regionale Qualität beim Einkauf. (Foto: Weihbold)

Die heimische Landwirtschaft zeichnet sich durch hohe Umwelt- und Tierhaltungsstandards aus und ist weltweit und auch in der EU Vorreiter. „In anderen Ländern schauen die Produktionsbestimmungen ganz anders aus. Wir halten strenge Auflagen ein, die auch abgegolten werden müssen. Das brauchen wir, damit unsere bäuerlichen Familienbetriebe am Markt mithalten und überleben können“, betont Martin Mairhofer. Er fügt hinzu: „Konsumenten müssen bewusst entscheiden können, zu welchen Produkten sie greifen. Und sie zahlen gerne mehr für die Qualität von Lebensmitteln, schließlich geht es um die eigene Gesundheit.“

Ergänzung zum AMA-Gütesiegel

Die Herkunftskennzeichnung soll – grünes Licht aus Brüssel vorausgesetzt – ab 2023 in Kraft treten und gilt auf die Primärzutaten Fleisch, Milch und Eier in verarbeiteten Lebensmitteln im Supermarkt und in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung. „Mit dem AMA-Gütesiegel haben wir ein staatliches Siegel, das strenge Auflagen der Lebensmittel garantiert. Die Herkunftskennzeichnung soll nun den Rest abdecken“, ergänzt der Landwirt aus Hofkirchen.

Noch nicht inkludiert ist die Kennzeichnung in der Gastronomie. „Diese Forderung bleibt weiterhin bestehen“, sagt Mairhofer und nimmt dabei aber die regionalen Traditionsgasthäuser aus: „Diese kaufen ohnehin regional ein.“

Regional versorgt im Klinikum

Auch in den Kantinen und Betriebsküchen wird auf bewussten Einkauf geschaut. So wie etwa im Klinikum Rohrbach, wo seit einer gefühlten Ewigkeit die Hauptzutaten frisch vom regionalen Produzenten oder, wenn nicht verfügbar, jedenfalls aus Österreich kommen. „Wir haben schon vor zehn Jahren beschlossen, Pute vom Speiseplan zu nehmen, wenn es kein österreichisches Angebot gibt“, informiert Küchenleiter Alexander Fenzl. Derzeit ist die Herkunft noch nicht am Speiseplan ersichtlich, die Patienten wissen nur die Allergene, „aber mit Foldern stellen wir regelmäßig unsere Lieferanten-Betriebe vor“, informiert Fenzl.


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