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BEZIRK ROHRBACH. Auch wenn in den heimischen Wäldern noch ausreichend Bodenfeuchte vorhanden ist, darf die Gefahr von Waldbränden nicht unterschätzt werden.

Schon ein paar Mal mussten die Feuerwehren heuer zu Bränden ausrücken. (Foto: Team Fotokerschi.at / Gaisbauer)

Während die heimischen Feuerwehren heuer schon drei Großbrände bei Gebäuden gemeistert haben, ist man punkto Wald- und Flurbränden noch glimpflich davongekommen. Bislang schlägt nur ein kleiner Böschungsbrand im August zu Buche. „Wir hatten das Glück, dass es im Juni mindestens einmal pro Woche ein Gewitter gab. Dadurch ist Bodenfeuchte im Wald da“, bestätigt Bezirksfeuerwehrkommandant Jo-sef Bröderbauer. Denn in anderen Teilen des Landes schaut die Situation ganz anders aus: Da sind die Wälder staubtrocken und die Waldbrandgefahr extrem hoch.

Dennoch sei Vorsicht in Waldnähe und in Wäldern geboten. „Hier ein Feuer zu machen oder fahrlässig mit brennbaren Gegenständen umzugehen, ist sicher nicht ratsam“, ergänzt der Feuerwehrchef.

Auch auf der Webseite wetter-muehlviertel.at ist zu lesen, dass „die Gewitter geholfen haben wären die nicht gewesen, hätten auch wir mit Dürre zu kämpfen“. Das Niederschlagsdefizit wachse allerdings auch im Mühlviertel an.

Waldbrandschutz-Verordnung

Im ganzen Land gilt deshalb mittlerweile die Waldbrandschutz-Verordnung. „Verordnungen wie diese werden nicht aus Jux und Tollerei erlassen, diese sind im höchsten Ausmaß ernst gemeint und werden auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu vier Wochen oder mit hohen Geldstrafen bis zu 7.270 Euro geahndet“, bekräftigt Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger die Dringlichkeit. Sie erinnert an den Brand in Bad Goisern nach einem verbotenen Lagerfeuer vor wenigen Tagen. „Das ist nicht nur verboten, sondern auch völlig unverständlich, wie man mit so einem Leichtsinn unsere Flora und Fauna sowie unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte in größte Gefahr bringen kann. Daher einmal mehr mein Appell: Gerade jetzt ist besondere Vorsicht das Gebot der Stunde.“

Seitens des Landes Oberösterreich wurden im Zentralraum einige Waldbodenproben entnommen. Dabei wurden Bohrungen getätigt, bei denen erst ab einer Tiefe von 80 Zentimetern eine leicht spürbare Feuchtigkeit erkennbar war.

Sicherheitstipps zur Vermeidung von Waldbränden
• Kein Gebrauch von offenem Licht und Feuer im Wald und in der Nähe von agrarisch genutzten Flächen
• Keine Lagerfeuer im Wald, in Waldnähe und auf Wiesen
• Rauchverbot im Wald unbedingt einhalten, keine Zigarettenreste wegwerfen
• Keine Glasflaschen oder Glasscherben in der Natur wegwerfen: Glasscherben können bei Sonnenlichteinfall die Wirkung eines Brennglases entfalten. Auch für Autofahrende gilt: keine Zigarettenreste aus dem Auto werfen.
• Fahrzeuge nicht auf ausgetrockneten Grasflächen abstellen: Katalysator, Auspuff und Partikelfilter erhitzen sich während des Betriebs stark und können leicht zum Ausgangspunkt für Bodenfeuer werden.
• Zufahrtswege zum Wald freihalten, damit die Feuerwehr im Falle eines Waldbrandes zufahren kann.

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