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HELFENBERG. Der Tarockcup wird künftig ohne Karl Haas und dessen Familie als Organisatoren auskommen müssen. Zum letzten „Haas“-Turnier wird deshalb am Samstag, 27. August, geladen.

Ein Foto aus den frühen Zeiten des Tarockcups mit Peter Haudum, Karl Haas jun. und Karl Haas (v.l.) (Foto: OÖN-Archiv)

Karl Haas schaffte 1995, was noch keinem vor ihm gelang: Er führte erst für das Mühlviertel, dann für fast ganz Oberösterreich die Piatnik-Regel als einzig gültige im Cup ein. Vor 27 Jahren wurde dieser ins Leben gerufen, als es eigentlich nur die Absicht war, einen Terminplan aller Preistarock-Turniere der Region zu erstellen. Geworden ist daraus der Tarockcup Austria, der seither rund 100.000 Spielerinnen und Spieler an die Kartentische lockte.

Ein Spiel, viele Variationen

„Früher hat man in jedem Wirtshaus, in jedem Dorf anders gespielt“, erinnert sich Karl Haas gemeinsam mit Gattin Elfriede und Sohn Karl jun. So waren im Oberen Mühlviertel das Königrufen und im Unteren Mühlviertel das 19er-Rufen verbreitet, überall gab es verschiedene Spielvariationen und Zählarten. Dass schließlich alle nach einem Regelwerk spielten, machte es erst möglich, einen Cup zu veranstalten. „Vorher hat fast kein Tarockierer ein offizielles Regelwerk gekannt – jeder hat geglaubt, er spielt die einzig richtige Version. Wenn du heute wo hinkommst, heißt es: Spielen wir nach den Cupregeln“, freut sich der Helfenberger, der nach 27 Jahren zwar die Freude am Spielen nicht verloren hat, aber dennoch den Cup in jüngere Hände legen will. Denn bei all den Turnieren war immer mindestens ein Mitglied der Familie Haas anwesend.

Letztes Turnier

Zum Abschluss der Ära Haas und vor dem Start der Neuausrichtung des Cups sind am Samstag ab 15 Uhr alle Tarockfreunde ins Gasthaus Haudum in Helfenberg eingeladen. Dort gibt es für jeden einen Preis und zur Feier des Tages ein Buffet.


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