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MÜHLVIERTEL. Auch wenn astronomisch gesehen das Jahr 2023 in unseren Breiten ohne große Highlights auskommen muss, so haben die Astrofreunde Oberes Mühlviertel doch den einen oder anderen Tipp parat, wann wir in den kommenden Monaten unseren Blick in Richtung Sternenhimmel wenden sollten.

  1 / 4   Unglaubliche Blicke ins Weltall gelingen Willi Viehböck von seiner Sternwarte in St. Peter aus. (Foto: Willi Viehböck)

„Wer 2023 eine Sonnenfinsternis miterleben möchte, der muss schon weit reisen – etwa nach Australien oder nach Mittelamerika“, erklärt Willi Viehböck, der in seinem Garten in St. Peter eine eigene kleine Sternwarte betreibt und Mitglied bei den Astrofreunden Oberes Mühlviertel ist. Er kennt damit den Nachthimmel über dem Mühlviertel besonders gut und weiß, wann es sich lohnt, diesen zu beobachten. „Ich kann, wenn das Wetter es zulässt, schnell auf besondere Ereignisse reagieren. Mit Langzeitbelichtungen von Sternhaufen, Galaxien und Nebelgebieten ist das ganze Jahr über immer wieder Interessantes abzulichten“, erklärt er den Reiz an seinem Hobby. Ein zunehmendes Problem sei – auch in unseren Breiten – die Lichtverschmutzung, vor allem für tief belichtete Bilder.

Und dennoch gelingen ihm immer wieder großartige Schnappschüsse von fernen Galaxien, Nebeln und Planeten.

Mondfinsternisse

Doch zurück zum Jahr 2023: Zwei Mondfinsternisse sind im kommenden Jahr über Österreich zu sehen. Die erste findet am 5. Mai statt und ist eine sogenannte Halbschattenfinsternis. Dabei wird der Mond nicht vom Kernschatten der Erde bedeckt, sondern eben nur von deren Halbschatten. Somit wird eine solche auch kaum bemerkt.

Am 28. Oktober wiederum findet eine teilweise Mondfinsternis statt, bei der allerdings nur ein sehr kleiner Teil des Mondes verdeckt wird.

Die Sterne fallen sehen

Für alle, die ohne Equipment auskommen müssen, sind laut Willi Viehböck die Sternschnuppenströme immer wieder sehenswert. „Im Jänner die Quadrantiden und besonders die Perseiden im August sind durch ihren Reichtum an bis zu 100 Schnuppen pro Stunde sehr interessant. Mitte Dezember sind die Geminiden mit ihren langsamen und sehr hellen Sternschnuppen ein Genuss. Mit dem Fernglas oder einem kleinen Teleskop gibt es auch immer wieder erwähnenswerte Kometen zu sehen.“

Polarlichter möglich

Die Sonne mit ihren Sonnenflecken und Protuberanzen nimmt immer mehr an Intensität zu und ist besonders für Sonnenbeobachter mit dem richtigen Equipment ein Genuss. „Wenn so ein Korona-Ausbruch Richtung Erde gerichtet ist, ist mit Polarlichtern bis in unsere Breiten zu rechnen“, weiß der Kenner.

Und eines ist immer ein Highlight für Willi Viehböck: „Den Mond mit seinen Kratern, Meeren und Rillen einmal mit einem Teleskop zu beobachten ist ein Muss für jeden. Da gehen die Augen auf, was da mit einem Teleskop so alles zu sehen ist.“

Mehr zu den Astrofreunden Oberes Mühlviertel: www.astrofreunde.at


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