Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

In Grafenau wachsen die Hofgemeinschaft und buntes Gemüse

Martina Gahleitner, 20.06.2023 18:26

NIEDERKAPPEL.Seit das Hofprojekt in Grafenau an der Donau vor drei Jahren gestartet wurde, hat sich einiges getan. Neben dem gemeinschaftlichen Zusammenleben ist die kleinbäuerliche Landwirtschaft mehr in den Mittelpunkt gerückt. Mit dem neuen Gemüseteam am Hof sollen nun auch die umliegenden Orte mit Bio-Lebensmitteln beliefert werden.

Dominik, Petra, Felix, Jessica, Kirstin und Sarah leben als Hofgemeinschaft GrafenAuenland direkt an der Donau. (Foto: Grafenauenland)

Sechs Menschen, die sich über die Plattform Perspektive Landwirtschaft gefunden haben, beleben und bewirtschaften derzeit das GrafenAuenland. Daneben tollen mehr als 50 Schafe und Ziegen, eine bunte Schar Hühner und vier Border Collies um den Hof herum.

Die ursprünglich angestrebte Selbstversorgung wurde durch den Zuzug von zwei kleinstrukturierten Biobetrieben erweitert. Mit ihrem Schaf- und Ziegenbetrieb sind Kirstin und Jessica 2021 aus der Steiermark hergezogen: „Wir haben Krainer Steinschafe, eine seltene Nutztierrasse, zu deren Erhalt wir beitragen. Neben Zuchttieren gibt es gelegentlich auch Fleisch vom Lamm und Ziegenkitz in Direktvermarktung ab Hof.“ Darin zeigt sich der neue Fokus, der mehr in Richtung kleinbäuerliche Landwirtschaft gewandert ist: „Wir wollen über die Selbstversorgung hinaus auch unsere Umgebung mit frischen, biologischen und hochwertigen Produkten versorgen“, sind sich alle einig.

Großer Gemüsegarten

Sarah und Felix sind mit ihrem Gemüsebetrieb aus Neulengbach in Niederösterreich hergezogen und bauen seit Februar auf 3.500 Quadratmetern Gemüse für den Verkauf an. „Wir legen großen Wert auf Vielfalt und Nachhaltigkeit, was sich auch im Geschmack bemerkbar macht“, betonen die beiden. „Hauptsächlich in Handarbeit kommt dabei ein gesunder Mix aus traditionellen und modernen Bearbeitungs- und Anbaumethoden zum Einsatz.“

An die 60 Kulturen sind im Lauf der Saison geplant – von Andenbeeren bis Zucchini wächst hier eine bunte Mischkultur aus Gemüse, Kräutern und Blumen. Für weitere Abwechslung am Feld sorgt Dominik, der CBD-Hanf anbaut: „In Handarbeit kümmere ich mich um jede einzelne Pflanze vom Samen bis zur Ernte.“ Das Ergebnis sind hochwertige Blüten, Öle und Tees.

Bio-Gemüsekisterl

Bei der Vermarktung des Gemüses setzen sie auf Biokisten, die jeden Freitag frisch geerntet in Niederkappel, Lembach, Altenfelden, Neufelden und Kirchberg ausgeliefert werden. Eine Abholstelle ist außerdem die Bio-Drehscheibe in Lembach, eine weitere in Rohrbach ist geplant. Darüber hinaus kann das Bio-Gemüsekisterl auch direkt am Hof abgeholt werden. „Die Gemüsekiste enthält acht bis zwölf verschiedene Gemüsesorten und wird wöchentlich neu zusammengestellt. Saisonbedingt ändert sich damit im Lauf des Jahres das Angebot, was die Ernährung noch vielfältiger macht.“

Genauere Infos zum Gemüsekisterl und die Möglichkeit, eine Probekiste zu bestellen, gibt es unter kulturgemüse.at oder Tel. 0676 5457143.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden