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Stift Schlägl trauert um Ludolf Raimund Miesbauer

Petra Hanner, 11.04.2024 14:25

AIGEN-SCHLÄGL. Die Ordensgemeinschaft der Prämonstratenser im Stift Schlägl hat mit Raimund Ludolf Miesbauer einen umsichtigen, engagierten Mitbruder verloren. Der Pfarrer in Pfarrkirchen und Expositus von Altenhof ist am 9. April im 75. Lebensjahr im Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern in Linz verstorben.

Ludolf Raimund Miesbauer verstarb im 75. Lebensjahr. (Foto: Foto Mathe)
Ludolf Raimund Miesbauer verstarb im 75. Lebensjahr. (Foto: Foto Mathe)

Ludolf Raimund Miesbauer, Prämonstratenser des Stiftes Schlägl, Pfarrer in Pfarrkirchen im Mühlkreis und Expositus von Altenhof im Mühlkreis, ist am 9. April 2024 im 75. Lebensjahr im Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern in Linz verstorben.

Werdegang

Raimund Wiesbauer wurde am 28. Juli 1949 in Aigen geboren. Er besuchte das Bischöfliche Gymnasium Petrinum, wo er 1968 maturierte. Im selben Jahr trat er in das Stift Schlägl ein und erhielt den Ordensnamen Ludolf. Nach dem Theologiestudium in Innsbruck wurde er am 29. Juni 1974 in Linz zum Priester geweiht.

Ludolf war anschließend Religionslehrer am Bundesrealgymnasium Rohrbach, an den Schulen in Ulrichsberg, Klaffer und Peilstein sowie später auch an der Hauptschule und der Webereifachschule in Haslach.

In den ersten Jahren seines priesterlichen Dienstes lebte er in der Stiftsgemeinschaft und wirkte als Sonntagsaushelfer in Peilstein. Damals war er auch an der Gründung der Zeitschrift „Schlägl intern“ beteiligt und arbeitete einige Jahre in deren Redaktion mit. Die Öffentlichkeitsarbeit des Stiftes und später auch seiner Pfarren lag ihm sehr am Herzen.

1978 wurde H. Ludolf als Kooperator in Ulrichsberg eingesetzt und wechselte 1979 nach Haslach. 1987 wurde er zum Pfarrer von Pfarrkirchen im Mühlkreis und zum Expositus von Altenhof bestellt. 2005 und 2006 sowie von 2017 bis 2023 war er zudem Pfarrprovisor von Hofkirchen im Mühlkreis. Viele Jahre unterstützte er als Regional- und Dekanatskämmerer die Pfarren in der Finanzgebarung und als Mitglied des Consiliums die Leitung des Stiftes.

Pfarrkirchen trägt seinen Stempel

In Pfarrkirchen widmete er sich in den ersten Jahren neben der Seelsorge vor allem der Renovierung der Pfarrkirche, der Loretokapelle und des Pfarrhofs. Als sich bei den Restaurierungsarbeiten herausstellte, dass das gesamte Kirchengewölbe mit barocken Fresken bemalt war, gelang es Ludolf, im Pfarrhof ein Vertragswerk aufzufinden, wodurch er als Urheber der Malereien Giovanni Battista Carlone identifizieren konnte. Damals wirkte er auch federführend an der Verfassung einer Pfarr- und Ortsgeschichte mit.

Für die Seinen da bis zuletzt

In den letzten Jahren ließen aufgrund verschiedener Krankheiten seine Kräfte nach und er musste längere Krankenhausaufenthalte auf sich nehmen. Obwohl er durch seine Krankheit schon gezeichnet und geschwächt war, harrte er als Hirte für die Seinen im Pfarrhof aus und nahm viele Strapazen auf sich, um der Feier der Liturgie vorstehen zu können und das pfarrliche Leben sicherzustellen – auch noch am Weißen Sonntag. Dabei fand er bei Vielen Unterstützung.

Ab Montag, 15. April, besteht im Kreuzgang des Stiftes Schlägl die Möglichkeit zur persönlichen Verabschiedung. Für den Verstorbenen wird am Montag, 15. April, um 19.30 Uhr in der Schlosskapelle Altenhof und am Dienstag, 16. April, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Pfarrkirchen im Mühlkreis gebetet.

Das Requiem wird am Mittwoch, 17. April, um 14 Uhr in der Stiftskirche Schlägl gefeiert. Anschließend wird er auf dem Klosterfriedhof Maria Anger beigesetzt.

 


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