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AIGEN-SCHLÄGL/BAYERN. „Wisst ihr eigentlich, wie schön“s bei euch ist?“ wird der Altenfeldner Landwirt Felix Hartl oft von Wanderern gefragt. Damit das auch so bleibt, hat die Bioschule Schlägl gemeinsam mit bayrischen Partnern ein Forschungsprojekt zum Erhalt der Artenvielfalt im Grünland gestartet.

Das Projekt wurde auf einem Biobetrieb in Bayern vorgestellt. (Foto: Gahleitner)
  1 / 2   Das Projekt wurde auf einem Biobetrieb in Bayern vorgestellt. (Foto: Gahleitner)

Felix Hartl, Turnbauer aus Altenfelden, und Christian Stöbich aus Sarleinsbach beteiligen sich auf österreichischer Seite am grenzüberschreitenden Forschungsprojekt; zwei weitere Biobauern kommen aus dem angrenzenden Bayern. „Bei einem Versuch am eigenen Betrieb sieht man am besten, ob es was bringt und ob es praktisch umsetzbar ist“, begründet der Altenfeldner seine Teilnahme.

Worum geht es nun? Ziel des Interreg-Projektes ist es, die Biodiversität im Grünland zu fördern. „Jede Wiese, jede Region hat ihre bestimmten Pflanzen. Wir wollen schauen, dass diese erhalten bleiben“, beschreibt Anita Hackl, die für die Bioschule Schlägl das Projekt begleitet. Bei den ersten Monitorings auf den beteiligten Biobetrieben wurden die vorhandenen Pflanzen bestimmt: „Es ist schon viel Biodiversität vorhanden – das ist der Grundstein, auf dem wir aufbauen“, nennt Hackl diverse Gräser, Leguminosen, Kräuter. „Wir schlagen den Landwirten dann mögliche Maßnahmen vor, etwa Altgrasstreifen, abgestuften Wiesenbau oder Untersaaten, die sie auf ihren Betrieben umsetzen können.“ Nach drei Jahren, zum Ende der Projektlaufzeit, erfolgt wieder ein Monitoring. Ebenso wird das Insektenleben im Boden und in der Luft untersucht. Hier gilt ein Augenmerk auch dem Maikäfer und seinen Engerlingen und wie man diese wirkungsvoll reduzieren kann, ohne das Grünland umzubrechen.

Wissen weitergeben

Für Bioschul-Direktor Johann Gaisberger zählt das dabei gewonnene neue Wissen. „Dieses geben unsere Lehrkräfte dann an unsere Schüler weiter und diese können es auf den Feldern umsetzen.“ Kooperationspartner sind neben der Bioschule und den Landwirten die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft sowie die Bayerischen Staatsgüter.


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