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„Neue Therapien zu Patienten zu bringen, erfüllt und treibt mich an“

Petra Hanner, 12.06.2024 18:45

NIEDERKAPPEl/WIEN. 28 Millionen Menschen werden weltweit jährlich mit Medikamenten des Pharmaherstellers Roche behandelt – auch in Österreich. In der Österreich-Niederlassung in Wien sorgt die gebürtige Niederkapplerin Astrid Hackl (47) dafür, dass diese Medikamente und Therapien den Weg zu den Patienten finden.

Astrid Hackl, eine gebürtige Niederkappel, ist in der nationalen Führungsebene des Pharmagiganten Roche tätig. (Foto: Brandfan)

Dem Krebs den Kampf anzusagen ist das Anliegen der Onkologie. Für diesen Geschäftsbereich bei Roche Austria GmbH trägt Astrid Hackl heute die strategische Verantwortung. Der Weg aus dem beschaulichen Oberen Mühlviertel bis in die nationale Führungsebene des Pharmagiganten war nicht unbedingt vorprogrammiert: „Als Mädchen auf einem Bauernhof aufzuwachsen, war vor 35 Jahren nicht die beste Voraussetzung für einen akademischen Bildungsweg. Aber meinen Eltern waren Bildung und meine Unabhängigkeit enorm wichtig. Deshalb habe ich gleich nach der Matura an der HAK Rohrbach in Wien studiert und bin dann im Rahmen eines Auslandssemesters nach London gegangen. Schon während meines Studiums habe ich mich mit Gesundheitssystemen und -versorgung befasst“, erinnert sich Astrid Hackl. Nach einigen Jahren in Marktforschung und Marketing im Bereich Pharma stieg sie vor zehn Jahren bei Roche ein und ist nun mit ihren Teams dafür zuständig, innovative Therapieoptionen für Krebs-Patienten zugänglich zu machen. „Diesen Bereich finde ich besonders spannend. Mitzuerleben, wie Patienten von neuen medizinischen Entwicklungen profitieren, erfüllt mich und treibt mich an“, brennt Astrid Hackl für ihren Job.

Besseres und längeres Leben

Roche Austria GmbH ist eine reine Vertriebsgesellschaft, welche jene Medikamente und Therapien, die an den Roche-Forschungsstandorten rund um die Welt entwickelt werden, in Österreich auf den Markt bringt. Dazu ist eine enge Kommunikation mit Ärzten, Pflegekräften und Entscheidungsträgern im Gesundheitssystem nötig. „Wir führen auch klinische Studien durch, damit die Patienten möglichst früh einen Zugang zu neuen Therapien erhalten. Denn unsere Entwicklungen ermöglichen den Menschen ein besseres und längeres Leben – auch in Bereichen, wo es bis dato noch keine adäquate Therapie gab.“

Die Medikamente der Zukunft sind maßgeschneidert

Die Forschung bei Roche richtet sich aktuell stark auf die sogenannte personalisierte Medizin aus, bei der frühe Diagnostik und Behandlung neue Möglichkeiten eröffnen. Maßgeschneiderte Medikamente, die genau auf die Patienten abgestimmt sind, werden künftig noch bessere Therapien möglich machen. Die Managerin gibt zu bedenken: „Momentan dauert es von der Entdeckung von neuen Molekülen über die Entwicklung bis hin zu den Patienten mehr als 13 Jahre. Da steckt immenses Wissen und viel Investment drin.“

Das Mühlviertel erdet

Ausgleich zu ihrem fordernden Job bringt ihr ihre Verbundenheit mit dem Zuhause in Niederkappel. „Das Mühlviertel erdet mich, es ist meine Heimat, meine Herkunft und dort sind auch noch viele Freunde und die Familie.“ Das Elternhaus dient für sie und ihren ebenfalls in Wien lebenden Bruder nach dem Tod der Eltern nach wie vor als vertraute Basis für die Familie abseits der Stadt.

Ein besonderes Ritual

Jedes Jahr im Frühling nimmt sich Astrid Hackl auch noch bewusst Zeit für ein ganz besonderes Ritual: „Da wird in Niederkappel Theater gespielt. Ich war vor 27 Jahren Gründungsmitglied der Theatergruppe und auch wenn mir für ein aktives Mitwirken als Schauspielerin die Zeit fehlt, so übernehme ich doch bei drei, vier Auftritten die Maske und kümmere mich um die mediale Kommunikation. Das ist eine ganz eigene Art des Zusammenhalts, ein herrlicher Ausgleich und ich möchte das einfach nicht missen.“


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