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Papierkunst verhüllt den Heiligen Sixtus in der Pfarrkirche Altenfelden

Martina Gahleitner, 01.03.2026 11:47

ALTENFELDEN. Ein außergewöhnliches Fastentuch, gewebt aus feinstem Papier, verhüllt bis Karfreitag den Hochaltar in der Pfarrkirche Altenfelden.

  1 / 5   Zehn gewebte Bahnen aus Papier verhüllen den Hochaltar in der Pfarrkirche Altenfelden. (Foto: Pfarre Altenfelden)

„Fastentücher möchten Irritationen sein. Sie verändern und verhüllen den Blick auf das Gewohnte und wollen so zu einem neuen Blick anregen. Die äußere Irritation will auch den inneren Blick, die Haltung verändern“, beschreibt Pfarrer Rupert Granegger den Sinn von Fastentüchern.

2.000 Meter Papier zu zehn Bahnen verwebt

In Altenfelden hat die ortsansässige Künstlerin Martha Prechtl auf Initiative von Anneliese Brunnthaler ein solches gestaltet. An die 2.000 Meter feines Seidenpapier hat sie dafür zu zehn Bahnen verwebt, die nun in elf Metern Höhe an einem gespannten Drahtseil hängen und den Kirchenpatron Hl. Sixtus und den gesamten Hochaltar verdecken. Mit Papier habe sie schon immer gern gearbeitet, sagt Prechtl, die sich für ihre Arbeiten gerne Restpapier-Bestände von der Firma Cima holt. Für das Fastentuch hat die pensionierte Volksschullehrerin für Werken vor allem die Farbe Weiß gewählt. „Weiß sieht man oft nicht mehr, weil alles andere so dominant ist“, sagt die Künstlerin. Dazu gesellen sich Bahnen in Beige und Braun, die Farben führen von außen zur Mitte, zum Tabernakel.

Schon vor Weihnachten hat sie begonnen, ehrenamtlich an ihrer Installation zu arbeiten. Keine einfache Aufgabe, weil Papier so leicht zerreißt. Die wirkliche Herausforderung meisterten aber die drei Helfer bei der Montage des rund 25 m2 großen und knapp 40 Kilogramm schweren Kunstwerks in Bahnen.

Bis Karfreitag kann das Fastentuch in der Pfarrkirche Altenfelden besichtigt werden, nicht nur während der Gottesdienste. Pfarrer Granegger lädt dazu ein, sich ein wenig Zeit vor dieser Verhüllung im Kirchenraum zu nehmen.


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