Burgi Rachinger – ein Leben für die Gastlichkeit
NEUFELDEN. Die gute Seele vom Mühltalhof ist nicht mehr: Nach einem arbeitsreichen, erfüllten Leben ist Walpurga Rachinger im 93. Lebensjahr verstorben.

Burgi Rachinger kannte man weithin als hervorragende Köchin und gastfreundliche Wirtin, die mit Herz, Humor und viel Gespür für ihre Gäste den Betrieb geführt hat. Der Liebe wegen ist die gebürtige Sulmtalerin in den 1960er-Jahren aus der Südsteiermark ins Mühlviertel gezogen. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter machte sie das Wirtshaus und Hotel an der Großen Mühl in Neufelden zu einem besonderen Ort der Gastlichkeit. Kochen war für sie immer G’fühlssache. Und die Gäste liebten ihre Küche – ob den Klassiker Leberschädl, das Kalbsrahmgulasch, ihre Wildschmankerl oder den Strudel. Einzigartig für die damalige Zeit war der Heringschmaus, den Burgi Rachinger Jahr für Jahr auftischte.
Bis ins hohe Alter stand die leidenschaftliche Gastgeberin in der Küche, unterstützte mit Erfahrung und Wissen, selbstgemachten Kekserln und ihrer Kardinalschnitte. Sie hat aber nicht nur den Mühltalhof mehr als 50 Jahre lang geprägt, sondern als fleißige, vorausschauende Unternehmerin auch die oberösterreichische Gastronomie.
Es war ein erfülltes Leben, auf das ihre vier Kinder, ihre Enkelkinder und Urenkel dankbar zurückschauen können. Ihr Erbe lebt im Mühltalhof weiter. Und als „Walpurga Impossible“ auch ihr Leberschädel auf der Speisekarte bei Enkerl Philip.


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