Klinikum Rohrbach setzt im ganzen Haus auf digitalen Patienten-Ruf
ROHRBACH-BERG. Schon vor einiger Zeit lief auf drei Stationen im Klinikum Rohrbach ein Pilotprojekt, um ein digitales Patienten-Rufsystem zu testen. Diese Softwarelösung hat sich bewährt, die Rückmeldungen waren durchaus positiv. Mittlerweile wurde „Cliniserve“ auf allen Stationen installiert.

Das Klinikum Rohrbach ist eines der ersten Häuser der OÖ Gesundheitsholding, die auf moderne Kommunikation am Krankenbett setzen. Die Vorteile liegen für Pflegedirektorin Christa Kneidinger und ihre Stellvertreterin Johanna Reisinger klar auf der Hand: „Das System entlastet unsere Pflegekräfte deutlich. Die Patienten können via Bildschirm am Krankenbett zielgerichtet ihre Anfragen senden – diese kommen direkt auf das Diensthandy der zuständigen Berufsgruppe.“ Ist etwa die Infusionsflasche leer, wird ein Schmerzmittel benötigt, ist Hilfe beim Aufstehen nötig oder hat man einen Getränkewunsch, kommt gleich die richtige Person. Die Buttons werden individuell auf die jeweilige Station abgestimmt.
Für die Patienten bedeutet das eine schnellere Reaktion; für das Pflegepersonal weniger Wege, weniger Unterbrechungen und klare Zuständigkeiten. „Außerdem herrscht jetzt viel mehr Ruhe im Dienstraum, weil die Meldungen am Diensthandy eingehen“, sagt Kneidinger. Man dürfe sich also nicht wundern, wenn das Pflegepersonal nun mit Handys auf der Station unterwegs ist.
Kein Ersatz, sondern Erweiterung
Den klassischen Alarm wird es natürlich weiterhin geben. Cliniserve ist nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung gedacht. Zudem wird die Softwarelösung für die interne Kommunikation genutzt. Bis 2029 wird das System auf mehr als 3.500 Terminals in allen OÖG-Kliniken installiert.








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