Naturtipp im Jänner: Spechte arbeiten in einer Schmiede

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Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 16.01.2021 10:38 Uhr

Wer nicht gleich einen Nussknacker oder einen Hammer zur Hand hat, tut sich erfahrungsgemäß immer schwer damit, an den schmackhaften Inhalt von Nüssen zu kommen. Die Natur hat hier eine Verpackung geschaffen, die nicht leicht zu öffnen ist.

Wir Menschen haben dafür Werkzeuge entwickelt, die auch die härtesten Nüsse knacken können. Eigentlich machen Spechte Jagd auf Insekten, die sie aus ihren Verstecken unter der Rinde hacken, und auf Samen und Nüsse, die sie in der kalten Jahreszeit auf oder unter Bäumen finden. Natürlich verschmähen sie auch eine hartschalige Walnuss keinesfalls.

Jetzt im Winter lohnt es sich, bei Waldspaziergängen aufmerksam nach dem „Werkzeug in der Vogelwelt“ Ausschau zu halten. Auffällig sind dabei die vielen Überreste von Zapfenresten, Nussschalen oder die Spindeln von Nadelbäumen am Waldboden. Diese Reste sind meist ein sichtbarer Hinweis auf eine „Spechtschmiede“. Ein Spalt auf der Oberfläche eines Baumstammes spielt dabei eine ähnliche Funktion wie der Amboss in einer Schmiedewerkstatt.

Buntspechte sind Meister im Nüsse-Knacken

Die Buntspechte sind hier in besonderer Weise hervorzuheben. Sie haben das Knacken von harten Nüssen zu einer beachtlichen Kunst entwickelt. Diese Spechtart sucht nicht nur nach passenden Stellen zum Einklemmen von Nüssen und Nadelbaumzapfen; sie bearbeiten diese so gezielt, dass sie für ihr Vorhaben hundertprozentig passen.Gutes

Werkzeug bleibt in der Familie

So eine Spechtschmiede kann der Buntspecht zwar schnell zimmern, wenn sich diese als tauglich erweist, nutzt er sie immer wieder. Es ist beachtlich, wie lange solche Stellen im Wald auch von nachfolgenden Generationen genutzt werden. Ein gutes, taugliches und funktionstüchtiges Werkzeug bleibt lange in der Familie erhalten.

Verfasser: 

Karl Zimmerhackl

Naturschutzjugend önj Haslach, www.oenj-haslach.at

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