Naturtipp im Juli: Die Blauflügel-Prachtlibelle – ein blaues Wunder
Wer sich in diesen Tagen etwas Zeit nimmt und entlang eines Baches oder Flusses im Mühlviertel unterwegs ist, kann diese Libellen überall dort beobachten, wo das Wasser sauber, kühl und somit sauerstoffreich ist. Sie fallen durch den Glanz des grünlich blauen Körpers und ihren schmetterlingsartigen Flug auf.

Die Männchen der Blauflügel-Prachtlibellen sind an ihren blau gefärbten Flügeln und dem metallisch blau glänzenden Körper zu erkennen. Die Weibchen unterscheiden sich durch den bronzefarbenen Körper und die braun getönten Flügel.
Die Weibchen legen ihre Eier in Schwimm- und Wasserpflanzen ab. Die Larven der Blauflügel-Libellen leben ausschließlich in fließendem Wasser. Nach zweimaligem Überwintern steigen die schlupfreifen Larven frühmorgens aus dem Wasser und hängen sich an senkrechte Halme der Ufervegetation. Hier schlüpfen die Libellen und bleiben eine Weile in der Sonne sitzen, um die Flügel zu trocknen und zu entfalten.
Für Menschen völlig harmlos
Zwar sind Libellen räuberische Tiere, die im Flug andere kleine Insekten erbeuten, für uns Menschen sind sie völlig harmlos. Sie können uns keinesfalls beißen, stechen oder anderweitig zusetzen, wie fälschlicher Weise immer wieder befürchtet wird. Libellen besitzen weder einen Saugrüssel noch einen Stachel mit Giftdrüse.
Ureinwohner
Libellen zählen wie die Flussperlmuscheln zu den Ureinwohnern der Nationalpark-Region. Seit vielen Millionen Jahren haben die Libellen ihren Flugapparat und ihre Anpassung an ein Leben in der Luft verbessern können. Im Karbon, auch Steinkohlenzeit genannt, erreichten sie eine Flügelspannweite von 75 cm. Die heute noch lebenden Arten kommen kaum über 20 cm.
Verfasser:
Karl Zimmerhackl
Naturschutzjugend önj Haslach


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