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"Hilfe, ich bin kurzsichtig!": Rohrbacher Optikermeister gibt Tipps rund um Augengesundheit bei Kindern

Petra Hanner, 31.03.2026 11:00

ROHRBACH-BERG. Ihr Kind reibt sich oft die Augen, es setzt sich nahe an den Fernseher oder klagt häufig über Kopfschmerzen? Dann könnte es kurzsichtig sein – und wäre damit in guter Gesellschaft, denn in Westeuropa ist heute schon rund die Hälfte der 20- bis 30-Jährigen davon betroffen. Woher diese Entwicklung kommt und was man dagegen tun kann, erklärt Optikermeister Gerald Laher aus Rohrbach-Berg.

Eine Augenlängenmessung kann die Ursache für eine Kurzsichtigkeit aufdecken. (Foto: Optik Laher)
Eine Augenlängenmessung kann die Ursache für eine Kurzsichtigkeit aufdecken. (Foto: Optik Laher)

Kurzsichtigkeit, in der Fachsprache Myopie genannt, wird zunehmend zum Problem im Kindesalter. Zur Vorbeugung wäre es mitunter das Wichtigste für Kinderaugen, mindestens zwei Stunden täglich im Freien zu verbringen. Die wechselnden Sehbedingungen dort entlasten die Augen im Vergleich zu anhaltender Naharbeit wie Lesen oder Bildschirmnutzung. Tablet, Handy und Smartphone wirken sich negativ auf die Augengesundheit aus.

Oft bemerken Eltern die Sehprobleme ihrer Kinder relativ spät, weiß Experte Gerald Laher: „Die Kleinen schummeln sich in der Schule gut durch, indem sie etwa vom Nachbarn abschreiben. Leider werden Kinder manchmal auch nicht so ernst genommen, wenn sie über Beschwerden klagen, die von einer Kurzsichtigkeit kommen können“, weiß der Optikermeister. Hat das Kind häufig Kopfschmerzen, kneift es die Augen übermäßig oft zusammen oder hält es Medien sehr nahe zum Gesicht, empfiehlt Laher eine Abklärung beim Augenarzt.

Spezielles Messgerät

In seinem Geschäft in Rohrbach-Berg hat man sich auf das Thema Myopie fokussiert. Bei der Entstehung von Kurzsichtigkeit sind nicht nur Linse und Hornhaut von Bedeutung, sondern auch das Längenwachstum des Augapfels. Fällt dieses zu stark aus, erhöht sich das Risiko für Probleme an der Netzhaut. Deshalb ist es wichtig, schon in jungen Jahren dagegenzuwirken. „Als einer von nur wenigen Optikern in Österreich haben wir ein spezielles Augenlängen-Messgerät. Damit können wir zum einen beurteilen, wo die Sehprobleme herkommen und so den richtigen Hebel ansetzen, zum anderen aber auch die Entwicklung der Kurzsichtigkeit bei unseren Kunden gut verfolgen“, sagt Gerald Laher.

Neben einer Brille helfen klassische Kontaktlinsen mit speziellem Design (D-Fokus) oder sogenannte Ortho-K-Linsen. Diese gleichen die Fehlsichtigkeit beim Tragen in der Nacht aus, sodass man am Tag ohne Brille oder Linsen auskommt. Bei sehr starkem Anstieg der Kurzsichtigkeit werden Sehbehelfe in Absprache mit dem Augenarzt mit Atropin-Tropfen kombiniert. Das kann die Verschlechterung bremsen.

Rasch handeln

Gerald Laher empfiehlt: „Wichtig ist es jedenfalls, die Beschwerden der Kinder ernst zu nehmen und zu handeln, wenn man den Verdacht hat, dass es schlecht sieht. Um alles weitere kümmern wir uns!“


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