Kroh fixiert dritten Rang in Europacup-Jahreswertung
HASLACH. In Lenk (Schweiz) stand das Europacup-Finale der Snowboardcrosser auf dem Programm. Andreas Kroh aus Haslach hatte das Wochenende zuvor einen Heim-Europacup im Montafon gewonnen. Mit viel Selbstvertrauen und einem gewissen Sicherheitsaspekt erreichte er beim letzten Rennen noch den sehr zufriedenstellenden sechsten Rang.

Es ist um viel gegangen. Kroh war als Dritter der Europacup-Gesamtwertung in die Schweiz gereist und hat diesen Platz in sicherer Manier heimgebracht. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass Kroh in der kommenden Saison dem ÖSV A-Kader angehört und dass vorrangig die Weltcups seine Rennsaison bestimmen werden.
Volle Konzentration
Durch die Corona-Pandemie konnte der Europacup erst Ende Jänner starten. Andreas Kroh bekam im Jänner den Status als Heeressportler und kann sich seitdem zu 100 Prozent auf den Sport konzentrieren. „Es ist enorm wichtig, dass man verletzungsfrei bleibt. Beim Snowboardcross ist man meist zu viert am Parcours. Und es sind Sprünge dabei, die 20 Meter weit gehen oder man bis zu acht Meter in die Tiefe springt. Wenn es eng hergeht, gibt es Berührungen mit anderen Wettkämpfern. Wenn der Kontakt an ungünstigen Passagen kommt, lässt sich kurze Zeit nichts mehr kontrollieren und schwere Stürze sind oft die Folge. Da waren Gott sei Dank keine gröberen Verletzungen dabei in den letzten Saisonen“, ist Andreas Kroh froh.
Großer Druck auf Athleten
Mit 22 Jahren ist man im Snowboardcross-Weltcup einer der Jüngsten. Die Ziele für die ersten Rennen sind es, die Qualifikationen für die KO-Finales der besten 32 zu erreichen. Das hat Kroh heuer beim Heimweltcup auf der Reiteralm auch schon erreicht und erstmals Weltcuppunkte geschrieben. In Österreich hat man viele gute Trainingspartner, an der Spitze der mehrfache Weltcup-Gesamtsieger Alessandro Hämmerle. Sieben weitere Männer haben sich im Weltcup gut etabliert. „Es drängen wieder andere von unten nach, so ist man ständig großem teaminternem Druck ausgesetzt. Es muss einfach alles zusammenpassen, bei Verletzungsfreiheit über mehrere Jahre im Weltcup mitfahren wäre schon super“, so Kroh.
Der Traum von Olympia
Sich von den Erfahrenen viel abschauen, ständig besser werden und mal zu den Besten der Welt gehören – das sind die langfristigen Ziele von Kroh. Es lebt auch der Traum von Teilnahmen an Großereignissen wie Weltmeisterschaften und Olympia.


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