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BEZIRK ROHRBACH/FREISTADT. Eine Cuvée kennt man ja vom Wein und auch vom Whiskey. Jetzt hat sich auch das Bierviertel über eine solche drübergetraut: Vier fertige Biere aus drei Brauereien und von einem Gastronom wurden dafür zusammengemischt - das Resultat ist ein harmonisches Bier, das die Brauer selbst „direkt von den Socken haut“.

  1 / 7   Drei Brauereien und ein Gastronom machen erneut gemeinsame Sache (v.l.): Hannes Leitner, Reinhard Bayer, Elfriede Haindl, Ewald Pöschko, Peter Krammer, Karl Schiffner, Max Thaller. Foto: Gahleitner

Gleich vorweg: Das Mischverhältnis bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis im Mühlviertler Bierviertel. Nur die vier Biere, die Einzug in die Novität gefunden haben, werden verraten. Die richtigen Sorten zu finden, die gut harmonieren, war ob der vielen unterschiedlichen tollen Biere gar nicht so leicht, berichtet Biersommelier-Weltmeister Karl Schiffner. „Gut Ding braucht Geduld“, meint er. Als Wirt des Biergasthofs Schiffner in Aigen-Schlägl hatte er es vergleichsweise einfach, weil er Bier vom Zapfhahn zusammenmischen konnte.

Schläger Kristall ist die Grundlage

So stand für ihn schnell fest: Das Schlägler Kristall sollte das Grundprodukt für die Bier-Cuvée sein. Reinhard Bayer, Braumeister in der Stiftsbrauerei, ist derselben Meinung: „Das Kristall als verbindendes Bier vereint die anderen und rundet auch die Farbe ab.“

Das Hofstettner Granit liefert die Weichheit des Mühlviertler Wassers und die Malztöne für die neue Kreation. „Damit haben wir unseren Top-Klassiker eingebracht“, sagt dazu Hofstettens Braumeister Max Thaller. Aus der Braucommune Freistadt kommt der Rotschopf, der die Hopfennoten und die Rösttöne liefert. Abgerundet wird die Bier-Cuvée durch Schiffners Eigenkreation Champions Bitter.

„Alle einzelnen Biere zeigen Präsenz, ohne die anderen zu überlagern. Wir haben eine Harmonie geschaffen, mit unglaublich rundem Geschmacksbogen“, freut sich Karl Schiffner über das Ergebnis.

Weltweit einzigartig

Es ist übrigens laut dem Biersommelier das weltweit erste Mal, dass fertige Biere gemischt wurden. „Wir wollten was machen, was noch nie da war - und mit dem Ergebnis sind wir sehr glücklich. Das haut uns direkt von den Socken“, kommt auch Ewald Pöschko von der Braucommune Freistadt ins Schwärmen.

Peter Krammer weiß, wie der Erfolg zustande kommt: „Das Mühlviertel bietet uns beste Zutaten, aromatische Rohstoffe und die Erfahrung traditionsreichen Handwerks. Damit garantieren wir höchste Qualität und besten Geschmack“, bestätigt der Obmann des Bierviertels. „Brauen ist eine wahre Kunstform, der wir uns mit Verantwortung und Leidenschaft widmen.“

Limitierte Auflage

Einziges Manko bei der Bier-Cuvée: Sie ist nur in limitierter Auflage erhältlich. 22.000 Flaschen wurden in Freistadt abgefüllt; diese sind im Sechser-Träger im Handel, in Bier-affinen Gastronomiebetrieben und in den Brauerei-Shops zu kaufen. Vermutlich aber nicht allzu lange, denn schon in den ersten Tagen findet die Neuheit reißenden Absatz.

Die geglückte Premiere hat den Tüftlern aus dem Bierviertel aber Mut gemacht, so etwas Besonderes zu wiederholen - zu anderen Zeiten, mit anderen Bieren.

So beschreiben die Bier-Sommeliere die Bier-Cuvée:

Der Mix aus Freistädter Rotschopf, Schlägl Kristall, Hofstettner Grnait und Schiffners Champion Bitter ergibt ein Bieer mit heller, leuchtender Bernsteinfarbe, beedeckt mit einem weichen, stattlichen Schaumpolster. Der harmonische Malzgeruch ist flankiert ovn einem Hauch fruchtiger Bitterschokolade. Elegant und selbstbewusst zeigt es sich am gaumen udn präsentiert di eStärken der beigefügten Biere mit einer Geschmeidigkeit, die es trinkfreudig macht und wohlig ausklingen lässt.

Na dann: Wohl bekomm's!

www.bierviertel.at


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