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Sieben Gemeinden sagen bereits Ja zu mehr Natur im Garten und im öffentlichen Grünraum

Martina Gahleitner, 20.07.2018 13:24

BEZIRK ROHRBACH. Es ist eine niederösterreichische Erfolgsgeschichte, die sich auch in Oberösterreich ausweiten soll: „Natur im Garten“ will die Ökologisierung von privaten Gärten und Grünräumen vorantreiben. Rohrbacher Gemeinden sind wie so oft Vorreiter, zudem lebt die Landesgartenschau die Kriterien der Aktion.

  1 / 3   Landesrat Max Hiegelsberger (r.) und sein niederösterreichischer Kollege Martin Eichtinger gingen mit gutem Beispiel voran und pflanzten heimische Stauden am Gelände der Landesgartenschau in Aigen-Schlägl. Foto: Gahleitner

Auf Pestizide, chemisch-synthetische Dünger und auf Torf wird in einem ökologischen Garten verzichtet. Stattdessen greift man zu Pflanzenschutzmitteln, die für die biologische Landwirtschaft zugelassen sind, zu biologischer Vielfalt, heimischen und ökologisch wertvollen Pflanzen - und lässt vor allem „der Natur die Chance, sich in ihrer Diversität zu entfalten“, betont der niederösterreichische Landesrat Martin Eichtiger, der die Initiative in der Bioschule Schlägl vorstellte. Er ist zuständig für dieses Programm, das in Niederösterreich seit 19 Jahren gut angenommen wird. Rund 15.000 private Gärten haben sich hier dem ökologischen Garteln verschrieben, ebenso wie etwa die Hälfte der Gemeinden.

Pilotprojekt im Landesgartenschau-Bezirk

In Oberösterreich steht man hier noch am Anfang: Im März wurde das Pilotprojekt im Bezirk Rohrbach gestartet, sieben Gemeinden haben sich bisher zum Mitmachen entschlossen. „Mir gefällt der Gedanke, dass wir das, was uns an und in der Natur gefällt und was hier so gut funktioniert, auch im Garten wiederfinden. Hier können wir Synergien zwischen Natur und menschlichen Eingriffen schaffen“, meint dazu Peilsteins Bürgermeister Franz Lindinger. Sein Kollege aus Kollerschlag, Franz Saxinger, ergänzt: „Es ist ein Gewinn für alle, wenn wir bewusst auf unsere Umwelt und die Natur schauen und verstärkt Impulse in diesem Bereich setzen.“ Allerdings müsse man schon schauen, wie man mit dem Thema im öffentlichen Raum umgeht. Unkraut bei Gehsteigrändern etwa will Saxinger nach wie vor bekämpfen - aber eben mit alternativen Mitteln ohne Chemie. Für Franz Wagner, Bürgermeister der Kräutergemeinde Klaffer, war es eine Ehrensache, hier mitzumachen. „Wir arbeiten schon länger ohne Spritzmittel und Glyphosat, aber Inputs von Spezialisten sind immer wertvoll“, ist er überzeugt. Daneben bekennen sich auch Aigen-Schlägl, Hofkirchen, Oberkappel und St. Peter zu „Natur im Garten“.

Rat am Gartentelefon

„Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Gemeinden mit uns den Weg der naturnahen Gestaltung und Pflege beschreiten und die Vielfalt fördern“, betont ÖVP-Landesrat Max Hiegelsberger, der das „öffentliche Grün zu öffentlichem Bunt“ machen möchte. Das Land bietet dazu Beratungsleistungen an. Für die Gartenliebhaber im Land wurde das OÖ Gartentelefon eingerichtet: Unter 07720/17720 verraten Experten Tipps und Tricks. Allein im ersten Halbjahr 2018 haben dieses fast 1.300 Anrufer genutzt.

Natur im Garten im Bio.Garten.Eden

Anregungen kann man sich auch auf der Landesgartenschau 2019 in Aigen-Schlägl holen. Der Bio.Garten.Eden lebt generell die Kriterien der Aktion, zudem wird ein „Natur im Garten“-Garten eingerichtet.

www.gartenland-ooe.at

www.biogarteneden.at


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