Pilzzuchthallen in Ulrichsberg sind fertig: Hermann ist größter Pilzverarbeiter im Land

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Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 28.10.2020 10:14 Uhr

ULRICHSBERG. Es ist geschafft: Um 40 Millionen haben Hermann und Thomas Neuburger den Standort in Ulrichsberg ausgebaut und hier 36 Pilzzuchthallen für die vegetarische Produktlinie Hermann errichtet. Mit der gestiegenen Kapazität ist das Vater-Sohn-Duo jetzt größter Pilzverarbeiter Österreichs.

Seit der Markteinführung der fleischlosen Hermann-Bioprodukte im Jahr 2016 setzt das Ulrichsberger Unternehmen auf das Potenzial von Pilzen. Um der Nachfrage gerecht zu werden und die Versorgung für den deutschsprachigen Raum zu sichern, wurden 40 Millionen in den Auf- und Ausbau des Standortes investiert.

36 Pilzzuchthallen stehen bereit

Knapp 25 Millionen stecken alleine in der Pilzzucht. Damit wurden zudem 40 Arbeitsplätze geschaffen. „Mit der Fertigstellung des Ausbaus hat unser Herzensprojekt eine neue Größenordnung angenommen. Wir sind damit in der Lage, rechtzeitig auf die steigende Konsumentennachfrage zu reagieren und haben noch genug weitere Kapazitäten, um die gesamte DACH-Region zu versorgen“, freut sich Hermann Neuburger, der Namensgeber für die Marke ist. Mittlerweile ziehen pro Woche 60.000 Packungen Hermann über die Supermarktkassen.

Zwei Tonnen Kräuterseitlinge pro Tag

Bis letztes Jahr wurde die Basis der Kräuterseitlinge, das Substrat, aus der Schweiz zugekauft. „Seit Anfang des Jahres stellten wir unseren Betrieb um und produzieren auch unser Substrat nun selbst. So agieren wir wieder ein Stück nachhaltiger, weil die Transportwege wegfallen, und können unser Produkt auf höchster Qualität beinahe autark erzeugen“, sagt Thomas Neuburger. Der Kräuterseitling, der aus dem Substrat sprießt, ist der Hauptbestandteil der Bio-Produkte. In der eigenen Pilzzucht, welche im Vertical Farming gehalten wird, sind täglich 7.060 Etagen ausgelastet. Im Schnitt sind acht bis 10 Mitarbeiter in der Pilzzucht im Einsatz. „Die Pilzzucht ist eine sehr aufwändige Arbeit. Pro Tag ernten wir bis zu zwei Tonnen Kräuterseitlinge per Hand und verarbeiten sie weiter“, ergänzt Hermann Neuburger.

Während im asiatischen Raum der Pilz schon seit jeher auf dem Speiseplan steht, ist er in Europa noch nicht in unserer Mitte angekommen. Dabei haben Pilze aufgrund ihres geringen CO2-Ausstoßes und ihrer ressourcenschonenden Anbauweise großes Potenzial, sind die beiden Ulrichsberger Unternehmer überzeugt. Die wirtschaftliche Planbarkeit der Hermann-Produkte sei aufgrund des natürlichen Pilzwachstums zwar eine Herausforderung, aber sie lohnt sich: Seit Markteinführung haben sich die Produktion und der Umsatz vervielfacht.

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