Regionale Versorgung: In St. Martin entsteht ein Mastbetrieb für Puten

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Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 23.03.2021 04:04 Uhr

ST. MARTIN. Weil in Österreich der Bedarf an heimischem Putenfleisch bei weitem nicht gedeckt ist, gibt es ein Förderprogramm für neue Putenställe. Ein solcher wird noch heuer in Allersdorf in der Gemeinde St. Martin entstehen.

10.000 Putenküken sollen in dem neuen Mastbetrieb eingestallt und gemästet werden. Damit kann ein Beitrag zur regionalen Versorgung mit Putenfleisch geleistet werden. „Der Landwirt betreibt eine Biogasanlage, daher ist es in punkto Kreislaufwirtschaft ideal. Außerdem sind keine Anrainer in unmittelbarer Nähe des neuen Putenstalls“, informiert St. Martins Bürgermeister Wolfgang Schirz. Das Umwidmungsverfahren wurde bereits eingeleitet und wird wohl auch problemlos erledigt werden. „Alle Gutachten der Sachverständigen sind positiv. Nur eine Reduktion der Fläche wurde gewünscht, die allerdings kein Problem für den Landwirt ist“, ergänzt Schirz.

Investitionsfreudige Landwirte

Bezirksbauernkammer-Obmann LAbg. Georg Ecker freut sich generell über die Investitionsfreudigkeit in der Landwirtschaft: „Bereits in den ersten zwei Monaten wurde in Oberösterreich ein Fördervolumen beantragt, das sonst in einem ganzen Jahr anfällt.“ Für solche Putenmastbetriebe wie in St. Martin seien Investitionsförderanträge seit Jänner möglich. „Ein großer Anteil an Putenfleisch wird importiert. Wir wollen, dass die Puten verstärkt bei uns gemästet werden“, setzt Ecker auf regionale Versorgung. Während es im Bezirk Rohrbach bereits einige Masthendl-Betriebe gibt, fehlen solche für die Putenhaltung.

Strukturen erhalten

Kritisch stehen dem Großmastbetrieb für 10.000 Puten allerdings die Grünen gegenüber: Industrielle Massentierhaltung muss nicht sein, heißt es: „Massentierhaltung geht immer zu Lasten der Tiere, der Umwelt und der Menschen. Außerdem stellen solche Betriebe eine enorme Belastung für die Luft- und Wasserqualität dar“, zeigt Michael Wöss von den Grünen St. Martin auf. Zudem soll laut der Partei die Eigenversorgung mit Futtermitteln bei weniger als 50 Prozent liegen, „man muss davon ausgehen, dass ein erheblicher Anteil des Futters importiert wird“, befürchtet Wöss. Bezirkssprecherin Ulrike Schwarz ergänzt: „Wir sehen einen klaren Trend zu immer größeren Ställen und Tierzahlen in der Landwirtschaft. Das ist sehr kritisch zu sehen – im Interesse der Landwirtschaft und der Konsumenten braucht es eine Trendumkehr.“

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Kommentare

  1. xyz
    xyz16.05.2021 11:46 Uhr

    Verhinderungspolitik - Die Grünen sind halt auch gegen alles was mit Vortschritt oder Effizienz zu tun hat. Lieber einheimisches leistbares (auch für Geringverdiener) Putenfleisch als teures das durch die halbe Welt gefahren wurde (ist sicher noch schlechter für die Umwelt ;) ).



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