Martin Mairhofer und Michaela Märzinger führen Rohrbachs Bauernschaft in die Zukunft

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Martin Mairhofer ist neuer Bezirksbauernkammer-Obmann, Michaela Märzinger neue Vorsitzende der Bäuerinnen. Foto: BBK Rohrbach
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 13.04.2021 15:46 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Rohrbachs Bauern und Bäuerinnen, welche die knapp 2.000 landwirtschaftlichen Betriebe im Bezirk führen, haben ein neues Sprachrohr: Martin Mairhofer aus Hofkirchen und Michaela Märzinger aus Nebelberg werden künftig die bäuerlichen Interessen vertreten.

Beide sind guter Dinge, was die Zukunft der Landwirtschaft hierzulande angeht. Nicht zuletzt, weil sie auf einem guten Fundament aufbauen können. „In den letzten Jahren haben sich die Betriebe gut entwickelt. Wir haben eine sehr vielfältige Landwirtschaft und auch viele Nischenbetriebe. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass jeder seinen Platz findet“, bringt es der neue Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Mairhofer auf den Punkt. Der 43-Jährige bewirtschaftet mit seiner Frau Karina in Hofkirchen einen Milchviehbetrieb mit 130 Rindern und hat sich zudem als Christbaumbauer ein weiteres Standbein gesetzt. „Als praktizierender Landwirt bekomme ich die Sorgen der Landwirte, aber auch die positiven Aspekte unserer Arbeit täglich mit“, sagt der erfahrene Funktionär, der schon bei der OÖ Jungbauernschaft aktiv war. 2020 übernahm er von LAbg. Georg Ecker die Funktion des Bauernbund-Bezirksobmanns und jetzt eben auch jene des Bezirksbauernkammer-Obmanns.

Bäuerliche Strukturen erhalten

Die Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe, damit diese ausreichend Einkommen erzielen können, und der Zusammenhalt in der Bauernschaft sind dem Vater von fünf Kindern ein besonderes Anliegen. Gleichzeitig will Mairhofer in der Bevölkerung das Verständnis für land- und forstwirtschaftliche Anliegen fördern und die regionale, hochwertige Lebensmittelproduktion stärken. „Hier müssen wir die Konsumenten ins Boot holen und als Partner sehen“, sagt der BBK-Obmann.

Positives Bild der Landwirtschaft

In Bezirksbäuerin Michaela Märzinger, der neuen Vorsitzenden der Bäuerinnen, hat er gerade in diesem Bereich eine engagierte Mitstreiterin. Denn der Nebelbergerin, die mit ihrem Mann Fritz und den drei Kindern auf einem Milchviehbetrieb mit 130 Rindern lebt, ist Konsumenteninformation besonders wichtig. Wobei das schon bei den Kleinsten beginnt: „Wir müssen die Landwirtschaft positiv in die Schulen bringen. Kinder sind die Konsumenten von morgen und deshalb wollen wir schon ihnen erklären, wie Landwirtschaft funktioniert.“ Mit der regionalen Lebensmittelproduktion geht auch der Klimaschutz einher. Aber auch die Pflege von Brauchtum und Tradition sowie der Gemeinschaft bei gesellschaftlichen Veranstaltungen sind Märzinger wichtig. Sie folgt in ihrer neuen Funktion Hedwig Lindorfer nach, die zwölf Jahre lang als Vorsitzende tätig war.

Weniger, aber größere Betriebe

Wie sich die Landwirtschaft im Bezirk Rohrbach in den letzten Jahren entwickelt hat, weiß am besten der scheidende Bezirksbauernkammer-Obmann Georg Ecker. Fast 20 Jahre lang hatte der Kollerschläger diese Funktion inne und hat damit die Land- und Forstwirtschaft im Bezirk geprägt. Zwar ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 1995 bis 2020 um rund 45 Prozent (1.563 Betriebe) zurückgegangen, die durchschnittlich bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzfläche pro Betrieb hat sich jedoch fast verdoppelt (von 12 auf 21 Hektar). Auch die Milchliefermenge steigt kontinuierlich an; pro Betrieb werden jährlich 180.000 Kilo Milch geliefert – vor knapp zehn Jahren waren es nur 44.000 Kilo. „Betriebe müssen sich weiter entwickeln, damit sie ausreichend Einkommen erwirtschaften können“, betont Ecker, der überzeugt ist, dass gerade die vielen jungen Betriebsführer Chancen in der Landwirtschaft sehen und positiv gestimmt sind. „Sie investieren in ihre Betriebe und unterstützen damit auch die heimische Wirtschaft.“

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