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BEZIRK ROHRBACH. Die aktuelle Krise haben die Wirte der Gastroszene Donau-Böhmerwald genutzt, um den Zusammenhalt zu stärken und zu intensivieren. Daraus entstand eine gemeinsame Lehrlings-Akademie mit spannenden Schulungsmodulen.

In der aktuellen Krise haben die Gastroszene-Wirte ihre Zusammenarbeit intensiviert. (Foto: Sigi Stöbich)

2015 als Marketing-Kooperation gegründet, ist die Gastroszene mit Betrieben in den Bezirken Rohrbach und Urfahr-Umgebung in der Pandemie zu einer Familie zusammengewachsen. Gemeinsame Werte, Ziele und vor allem ein offenes und ehrliches Miteinander brachte die Wirte gut durch die Pandemie. „Zu Beginn des Lockdowns war es schwierig. Keiner wusste weiter und jeder wollte alles richtig machen. Ein intensiver Austausch, das gemeinsame Beraten und vor allem das offene Diskutieren der Probleme in der Runde führte rasch zu guten Lösungen. Und das hat auch die Wahrnehmung in der Region verstärkt. Heute sagen wir voller Stolz, dass diese zehn Betriebe die Basis für die nächsten 20 Jahre Gastronomie im ländlichen Bereich sein können“, berichtet Obmann Günther Wolfmayr vom Gasthaus Vonwiller.

Trainingsoffensive begeistert Mitarbeiter

Die Idee, Mitarbeiter für die Gastronomie zu begeistern und auch zu halten, war schon vor der Pandemie vorhanden. Jetzt startet die Gastroszene mit einer neuen Lehrlings-Akademie durch, die gemeinsam mit einem externen Trainerteam entwickelt wurde. In kompakten und abwechslungsreichen Workshops bekommen Lehrlinge umfassendes Know-how und sofort umsetzbare Tipps vermittelt. Kompakte Module mit dem Titel „Wie mache ich meine Lehrlinge zu Influencern“ vermitteln Social Media Insiderwissen. Auch digitale Kommunikation und Konfliktmanagement, Service Excellence und Sensorik stehen am Programm. So haben die Lehrlinge Spaß an der Weiterbildung und können sich in den Kursen zudem mit Kollegen aus anderen Betrieben austauschen. „Das ist eine win-win-Situation für alle Beteiligten. Wir bilden hier Top-Fachkräfte für die Zukunft aus und die Lehrlinge haben dabei auch noch Spaß“, ist auch Hannes Roither vom Gasthaus Mitten in der Welt überzeugt.

Fokus auf Regionalität und Qualität

Die Krise hat den Gastronomen gezeigt, dass die Kunden mehr Wert auf Regionalität und bewusstes Essen legen. „Die Leute wollen einfach wissen, wo die Lebensmittel herkommen, die wir in der Küche verarbeiten“, erzählt Christian Wundsam vom gleichnamigen Gasthof. Das kann auch Helmut Allerstorfer vom Hopfenerlebnishof bestätigen. Ihm kommt zudem der Trend „Meet food“ zugute: Immer mehr Menschen wollen Essen auch erleben und damit ist Österreichs erstes Hopfenmuseum absolut am Puls der Zeit. Diese Beispiele zeigen, dass die Betriebe der Gastroszene mit ihrem Fokus auf Qualität und Regionalität auch in Zukunft Potential haben. In Kombination mit digitalen Erlebnistools, wie etwa der im Vorjahr ins Leben gerufenen Gastroszene-App wird Kulinarik zum einfach konsumierbaren Rundumerlebnis für Gäste.


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