Bauern wehren sich gegen Billigpreise

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Die Landwirte wollen von ihrer Arbeit auch leben können. (Foto: Weihbold)
Die Landwirte wollen von ihrer Arbeit auch leben können. (Foto: Weihbold)
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 20.07.2021 18:48 Uhr

BEZIRK. Billigpreise, Rabattschlachten, importierte billigere Lebensmittel aus dem Ausland: Mit einer Plakataktion macht der Bauernbund auf seine schwierige Situation aufmerksam und richtet damit vor allem eine klare Botschaft an den Handel.

„Wenn ich groß bin, möchte ich Bäuerin werden. Gib mir eine faire Chance!“, liest man auf einem der Plakate, die von Bäuerinnen und Bauern aufgestellt wurden. Oder: „Wir pflegen die Landschaft mit Liebe und Fleiß und du ruinierst uns mit Billigpreis. Das muss aufhören!“ „Wir produzieren österreichische Milch und du importierst sie aus dem Ausland. Das muss aufhören.“

„Es geht um uns regionale Bäuerinnen und Bauern“

Unterschrieben sind die Plakate allesamt mit „Deine regionalen Bauern“. Denn „das sind keine anonymen Betriebe, sondern der Bauer und die Bäuerin ums Eck, den und die jeder kennt“, betont Bauernbund-Bezirksobmann Martin Mairhofer und fügt hinzu: „Der Handel hat die Macht, diese regionalen Strukturen, unsere Höfe zu erhalten. Er kann uns aber auch ruinieren.“ Mairhofer hofft, dass die Botschaft bei den Verantwortlichen ankommt. Bei Billigpreisen, Rabattschlachten oder importierten billigeren Lebensmitteln können die heimischen Landwirte nämlich nicht mithalten.

Roman Witti, ein Milchbauer aus Hofkirchen, ergänzt: „Wir bewirtschaften mit Fleiß und Leidenschaft unsere Höfe. Wir machen das gerne. Aber unsere Arbeit und unsere Produkte höchster Qualität müssen auch ihren Preis haben. Sonst können wir nicht überleben. Genau das wollen wir mit den Transparenten zum Ausdruck bringen.“

Konsument ist gefordert

Mit der Aktion will man aber auch die Konsumenten ansprechen. „Ich bin froh, dass schon vielen Menschen Regionalität ein wirkliches Anliegen ist und sie ihr Einkaufsverhalten danach ausrichten“, sagt Bezirksbäuerin Michaela Märzinger. „Damit der Handel diesen Druck spürt, braucht es aber viele.“

Ziel ist es, die Höfe mit der gleichen Leidenschaft künftig weiterführen und weiterentwickeln zu können, damit dann auch Kinder die faire Chance haben, Bäuerin und Bauer zu werden.

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