20:17 Uhr: So hat der Bezirk Rohrbach gewählt (Update 26. September, 20:17 Uhr)

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 (Foto: Weihbold)
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Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 26.09.2021 20:17 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Tips ist am Wahlabend live dabei: Hier finden Sie regelmäßige Updates mit Ergebnissen zu den Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen sowie Statements der Kandidaten.

Landtagswahl

Das vorläufige Wahlergebnis der Landtagswahl aus dem Bezirk Rohrbach steht fest.

Die ÖVP liegt mit 46,85 Prozent nahezu gleichauf wie 2015 (-0,38 Prozent).

Ein Minus von 8,51 Prozent fährt die FPÖ mit einem Stimmen-Anteil von 18,69 Prozent ein.

In etwa gleich geblieben ist der Anteil der SPÖ (12,73 Prozent/ +0,47 Prozent).

Die Grünen erhielten 9,97 Prozent der Wählerstimmen aus dem Bezirk (+1,32 Prozent).

Wenig Rolle spielen die Neos für die Wähler im Bezirk Rohrbach: Der Stimmenanteil beträgt 3,46 Prozent (-0,15 Prozent).

Überraschungserfolg für MFG: Sie hat auf Anhieb 7,25 Prozent der Stimmen im Bezirk für die Landtagswahl abschöpfen können.

Die Wahlbeteiligung lag bei 83,20.

Gemeinderatswahl

Auch in der Gemeinderatswahl hat sich im Vergleich zur letzten Wahl nichts wesentliches verändert.

Die ÖVP hat knapp 61 Prozent der Stimmen erhalten, die FPÖ 11 Prozent, knapp 23 Prozent die SPÖ und die Grünen 3,62 Prozent. Die neue Partei MFG trat in den Gemeinden Lembach und St. Martin mit einer Liste an und holte 1,07 Prozent und insgesamt 5 Mandate - drei in St. Martin, zwei in Lembach.

In St. Martin waren auch die Grünen relativ stark und besetzen künftig zwei Mandate im Gemeinderat.

Deutliche Zugewinne für die SPÖ gibt es in Kirchberg, wo diese bei 35,62 Prozent der Stimmen hält (+13,07 Prozent). Dort ist die FPÖ nicht mehr zur Wahl angetreten, die 2015 noch 11,54 Prozent der Wählerstimmen erhielt. Die ÖVP bleibt auf ähnlichem Niveau wie vor sechs Jahren mit 64,38 Prozent (-1,53 Prozent).

In Hörbich gibt es größere Verluste für die ÖVP von vorerst minus 12,18 Prozent der Stimmen. Die Hörbicher Bürgerliste (HBL) hat dafür stark zugelegt (+8,55 Prozent) und holte fast 35 Prozent der abgegebenen Stimmen und somit vorläufig 3 Mandate von insgesamt 9. Die SPÖ bekommt in der Gemeinde nur 7,66 Prozent Stimmanteil und damit vorläufig noch kein Mandat.

In St. Johann legte die SPÖ gleich um 16,39 Prozentpunkte auf vorläufig 36,15 Prozent der Stimmen zu. Diese fehlen vor allem bei der FPÖ (-11,11 Prozent), die 15,64 Prozent holt. Die ÖVP verliert -5,28 Prozent und erhält knapp die Hälfte aller abgegebenen Stimmen, verliert aber die absolute Mehrheit im Gemeinderat - fast schon eine Sensation im Mühlviertel.

Die FPÖ hat in der Gemeinde St. Stefan-Afiesl stark zugelegt, nämlich um 13,62 Prozent auf 27,38 Prozent. Aber auch für die ÖVP gab es ein Plus von 4,31 Prozent (72,62 Prozent). Die Stimmen der nicht mehr zur Gemeinderatswahl angetretenen SPÖ, die 2015 noch fast 18 Prozent holte, flossen dorthin.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich in St. Ulrich, wo die neu gegründete FPÖ-Liste auf Anhieb mehr als 17 Prozent der Wähler überzeugen konnte. Dafür verlor die ÖVP 12,56 Prozent (68,01 Prozent), die SPÖ holte 14,45 Prozent (-4,98 Prozent).

Großen Stimmen-Zugewinn hat die ÖVP in St. Veit zu verzeichnen, nämlich ein Mehr von ungefähr 12 Prozent gegenüber 2015. Sie hat quasi alle Stimmen der SPÖ aufgesaugt, die heuer nicht mehr kandidiert hat. Die FPÖ hält bei vorläufig 2 Mandaten und einem leichten Plus von 0,64 Prozent auf 20,11 Prozent der Stimmen.

In Nebelberg liegen ÖVP und SPÖ mittlerweile fast gleichauf in der Wählergunst. Während die ÖVP 7,93 Prozent verlor und nunmehr 7 Mandate im Gemeinderat besetzt, hält die SPÖ bei 48,83 Prozent der Stimmen (+7,93 Prozent) und damit sechs Mandate. In Wählerstimmen gezählt sind das nur 11 Stimmen mehr für die ÖVP.

Die Grünen in Neufelden haben einen fulminanten Start hingelegt: Soeben neu gegründet, hat die Liste bereits 28,97 Prozent der Stimmen für sich verbuchen können. Dafür hat die ÖVP stark verloren (-13,12 Prozent) und hält bei 50,91 Prozent. Die ÖVP besetzt somit 7 Mandate im Gemeinderat, die Grünen 4, FPÖ und SPÖ jeweils eines.

Großer Zuwachs für die ÖVP in Peilstein: Sie konnte um 16,82 Prozent zulegen und besetzt künftig 14 der 19 Mandate im Gemeinderat.

Einzigartig im Bezirk ist im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen die Gemeinde Schwarzenberg: Dort trat nur die ÖVP mit einer Liste an. Sie holte 40,18 Prozent der Stimmen.

In St. Oswald hat die ÖVP die absolute Mehrheit verloren und liegt bei 49,09 Prozent der Stimmen und sechs der 13 Gemeinderatsmandate. Die SPÖ hat leicht zugelegt und erhält fünf Mandate, die FPÖ zwei.

Die wohl größte Überraschung des Tages gelang in Kollerschlag, wo die SPÖ 27,44 Prozent zulegte, mit 46,29 Prozent 9 der 19 Gemeinderatsmandate holte und den neuen Bürgermeister stellt (siehe unten).

Die Andere Liste Ulrichsberg kann ihre drei Mandate im Gemeinderat halten.

Bürgermeisterwahl

Kollerschlag hat einen neuen Bürgermeister: Ausgerechnet der Landtags-Abgeordnete und ÖVP-Bezirksobmann Georg Ecker verlor das Amt an seinen Kontrahenten von der SPÖ, Johannes Resch.

In St. Johann wird es zu einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Albert Stürmer (ÖVP) und SPÖ-Kandidatin Juliane Fuchs kommen. Das sagen beide Kandidaten im Tips-Interview: www.tips.at/n/546584

Auch in Aigen-Schlägl hat Ricardo Lang von der FPÖ einen großen Anteil der Wählerstimmen bei der Bürgermeisterwahl erhalten. Er geht in die Stichwahl gegen die bisherige Bürgermeisterin Elisabeth Höfler von der ÖVP: www.tips.at/n/546593

Mehr Details zur Bürgermeisterwahl aus dem Bezirk: www.tips.at/n/546560

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