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BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Mit dem neuen Abfallwirtschaftsgesetz ist der Weg frei für Pfand auf Einwegplastikflaschen und Dosen sowie ein verbindliches Mehrwegangebot in allen Geschäften. In den Altstoffsammelzentren des Bezirkes wird dieser Schritt natürlich mitgetragen.

Weniger Müll, höhere Sammelquoten: Ab 2025 wird beim Kauf von Einweggetränkeverpackungen ein Pfand fällig, das Kunden bei der Rückgabe retour bekommen. (Foto: Brian Finestone/Shutterstock.com)

Aus Sicht der oö. Umweltprofis ist die Einbindung der Altstoffsammelzentren mit entsprechenden Rücknahmestellen ein wichtiger Aspekt. „Das hängt aber von einigen wichtigen, noch zu klärenden Details ab, die erst in den nächsten Monaten und Jahren fixiert werden. Die gesetzlichen Vorgaben müssen noch präzisiert werden“, erläutert Bezirksabfallverbands-Vorsitzender Franz Hofer. Auf jeden Fall werde „das ASZ als Nah-Entsorgungszentrum Nummer eins im ländlichen Raum auch weiterhin den größtmöglichen Beitrag zu mehr Bürgerfreundlichkeit in der Abfallwirtschaft leisten“.

Ausreichend Vorlaufzeit

Wirksam wird der Ministerrats-Beschluss 2025. Ab dann wird beim Kauf von Einweggetränkeverpackungen ein Pfand fällig – dieses bekommen die Kunden retour, wenn die Verpackung wieder zurückgebracht wird. Schon ab 2024 kehrt das verbindliche Mehrwegangebot schrittweise in die Geschäfte zurück und es soll in allen Supermärkten wiederbefüllbare Getränkegebinde geben.

Studie als Basis

Rohrbachs BAV-Geschäftsleiter Markus Altenhofer ist überzeugt: „Wir sind bestens gerüstet und können jedes Szenario schlagkräftig und rasch umsetzen.“ Denn die maßgeblichen Player der kommunalen Abfallwirtschaft in OÖ hätten schon vor längerer Zeit mit der Erstellung einer Studie begonnen, die diese Machbarkeit beurteilen soll. „Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) wird das Rad nicht neu erfunden, sondern einfach modernisiert“, sagt Altenhofer.

Weniger Plastikmüll in der Natur

Dass Mehrweg notwendig ist, bestätigt die Statistik: In Österreich fallen jährlich mehr als 900.000 Tonnen Plastikmüll an, rund 50.000 davon sind nur Getränkeverpackungen. Viel zu oft landen diese in der Natur und werden nicht gesammelt. Das neue Abfallwirtschaftsgesetz sei deshalb zum Wohle aller, ergänzt Markus Altenhofer: „Natur, Tourismus und die ehrenamtlich freiwilligen Helfer der Hui statt pfui-Aktion freuen sich über weniger Littering. Es werden Recycling-Ziele besser erreicht und die Gemeinden werden entlastet durch geringere Sammelkosten.“


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