Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AIGEN-SCHLÄGL. Pünktlich zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr am Donnerstag Abend flimmerte der Doppelbock-Anstich aus dem Stift Schlägl über die Bildschirme. Denn Corona-bedingt war eine festliche Veranstaltung nicht möglich, auf den traditionellen Anstich wollte die Stiftsbrauerei aber nicht verzichten.

  1 / 4   Ein Prost auf den Doppelbock, der wie jedes Jahr "der beste ever" ist (v.l.): Abt Lukas, Braumeister Reinhard Bayer, Kämmerer Markus Rubasch und Betriebsleiterin Elfriede Haindl. (Foto: Stift Schlägl/Harald Füchsl)

Aus dem Doppelbock Anstich wurde kurzerhand ein Doppel-Klick-Anstich und Gäste konnten erstmals via Livestream beim Anstechen des Fasses dabei sein. Verändert hat sich auch die Optik der Marke Stiftsbrauerei Schlägl. „Wenn wir uns auf dem dynamischen Biermarkt behaupten wollen, müssen wir mit dem Zeitgeist gehen“, meinte Kämmerer Markus Rubasch. In der Stiftsbrauerei hat man daher für das Stammsortiment der „Heimatbiere“ eine neue Etikettenlinie entwickelt. „Die Namen der Schlägl Biere erzählen Geschichten. Wir haben Biere mit Persönlichkeit, jedes Bier hat seinen eigenen Charakter. In allen unseren Bieren sind die Werte des Stiftes verankert, sie fließen in die Produktion mit ein, sei es durch die Arbeitsweise, das Wissen oder die eingesetzten Rohstoffe. Und genau das wollen wir mit unseren neuen Etiketten ausdrücken.“

Der Doppelbock 2021 machte den Anfang für diesen neuen Auftritt, dieser ist bereits im Handel erhältlich. Die anderen Sorten folgen in den nächsten Tagen. Bei allen geht es „immer um einen Schluck Heimat“, betonte Rubasch.

Vielseitigkeit zeigt sich beim ersten Schluck

Und wie schmeckt nun der frisch gezapfte Doppelbock? Das weiß Braumeister Reinhard Bayer am besten, der es mit einer wahren Liebeserklärung ausdrückte: „Der Doppelbock 2021 präsentiert schon beim ersten Schluck seine Vielseitigkeit und Kraft. Viskos und beinahe cremig zeigen sich fruchtig-süße Noten nach Banane und Honig, welche Zunge und Gaumen sanft umspielen, bis er nach und nach im Ausklang seine harmonisch eingebundene und doch präsente Bittere frei gibt.“ Auch optisch könne sich der Doppelbock sehen lassen: „Hell orange schimmernd ist er mit leicht cremefarbenem Schaum gekrönt.“

Die Zutaten für den Doppelbock sind ja nicht anders, als bei jedem anderen Bier: nämlich Hopfen, Wasser und Malz aus der Region. „Nur halt ein bisserl mehr davon und beim Wasser darf man ruhig sparen“, verriet Bayer. Schon im Frühsommer wird das besondere Bier gebraut und ihm Zeit zum Reifen gegeben, dann mehrfach verkostet, bis es schließlich abgefüllt werden kann.

Online statt Verkostungskeller

Nicht nur der Doppelbock wurde online verkostet, in der Corona-Zeit haben die Schlägler Biersommeliers eine ganz neue Form der Bierverkostungen entwickelt: die Online-Verkostungen. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden und allen Bierliebhabern das Schlägl Bier genießen, auch wenn wir uns nicht persönlich treffen können. Deshalb können sich Interessierte anmelden, ein Verkostungspaket bestellen und gemeinsam mit unseren Biersommeliers in einem Online-Meeting die Biere fachmännisch verkosten“, erklärt Betriebsleiterin Elfriede Haindl näher. Diese Veranstaltungen werden mit Begeisterung angenommen.

Generell war das vergangene Jahr ein herausforderndes Jahr für die Schlägler Prämonstratenser Chorherren und all ihre Mitarbeitenden. Diese Zeit hat dazu beigetragen, dass neue Wege des Miteinanders und der Zusammenarbeit ausgebaut wurden, aber auch ein großes Maß an Flexibilität war gefordert. Rückblickend bestätigt sich die starke Innovationskraft im Stift Schlägl, auf die man stolz sein kann.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden