Dem Mischwald gehört die Zukunft

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Martina Gahleitner Tips Redaktion Martina Gahleitner, 19.01.2022 11:21 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Die Borkenkäfer-Situation in den heimischen Wäldern sollte heuer nicht ganz so dramatisch werden wie in den vergangenen Jahren.

Die Witterung im Vorjahr und vor allem auch die große Nachfrage und der damit verbundene rasche Abtransport des Schadholzes haben den Wäldern in weiten Teilen des Bezirkes recht gutgetan, weiß Bezirksoberförster Rupert Fartacek. „Die Population ist ordentlich eingedämmt worden. Sollte also nicht wieder ein Schadensereignis – etwa Sturm oder Hagel wie im Vorjahr kommen, dürfte die Borkenkäfer-Situation nicht so dramatisch werden“, ist er zuversichtlich. Spannend wird aus seiner Sicht aber, wie sich die Hagelschäden auf die Empfänglichkeit bezüglich Borkenkäferbefall auswirken.

Feucht-kühler Frühling erwünscht

Natürlich hat auch die Witterung einen zentralen Einfluss auf die Population. Deshalb würden sich die heimischen Waldbesitzer einen feucht-kühlen Frühling wünschen. Das wirke wahre Wunder für den Wald – auch was die Wasserversorgung angeht, meint Fartacek.

Bedrohte Fichte

Doch selbst wenn dieser Witterungswunsch in Erfüllung geht, „werden uns mittelfristig die Fichtenborkenkäfer immer wieder vor Herausforderungen stellen“, ist er überzeugt. Der Gebietsbetreuer im Europaschutzgebiet Böhmerwald und Mühltäler spricht sich daher für eine Umwandlung der Reinbestände in Mischwälder aus, um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung betreiben zu können. „Dem Mischwald gehört die Zukunft“, betont Rupert Fartacek und freut sich, dass entsprechende Aufforstungen mit verschiedenen Baumarten auch finanziell gefördert werden. „Angepasst an die Ergebnisse der Klimaforschungen ist der Anteil an Fichten schon ordentlich heruntergeschraubt worden.“

Ein Problem bei Neubepflanzungen mit klimafitten Baumarten sei die Verfügbarkeit, weshalb der Bezirks­­oberförster zur Zusammenarbeit mit Fachleuten rät.

Rotföhre ist Baum des Jahres

Die Fichte als Hauptbaumart in Österreich gelangt aufgrund der klimatischen Veränderungen immer mehr an ihre Grenzen. Deshalb ist auch die robuste Rotföhre vom Kuratorium Wald zum Baum des Jahres 2022 gewählt worden. Diese Kiefernart braucht wenig Wasser, kommt mit extremen Wetterbedingungen gut zurecht und ist zudem auch wirtschaftlich interessant, da sie in der Baubranche gerne Verwendung findet.

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