"Zruck ins echte Leben" macht den Menschen die Gastronomie wieder schmackhaft
BEZIRK ROHRBACH. Zwei Jahre lang mussten die Gastronomie, Hotellerie und auch der Veranstaltungsbereich mit zahlreichen Einschränkungen leben – oder waren überhaupt geschlossen. Mit der neuen Initiative „Zruck ins echte Leben“ sollen die Leute zurück in die Gastro gelockt werden.

6.048 Mitglieder hat die Wirtschaftskammer-Fachgruppe der Oö. Gastronomie, mehr als vor Corona 2019 mit 6.006 Mitgliedern. Natürlich hätten Betriebe in der Corona-Zeit auch aufgehört, speziell am Land, andere seien neu entstanden. Wie auch in Vor-Coronazeiten liege die Fluktuation bei üblichen 10 bis 15 Prozent. „Aber gerade beim klassischen Wirtshaus im Ort müssen wir etwas tun“, so OÖ Wirte-Obmann Thomas Mayr-Stockinger.
Wider den Gewöhnungseffekt
Auch wenn die Pandemie nicht vorbei ist, die Branche blickt optimistisch in die Zukunft. In vielen Bereichen sei noch eine gewisse Schwellenangst spürbar, dem „Gewöhnung-Effekt“ dass zu Hause statt im Lokal gefeiert wird, müsse man entgegentreten, so Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner. Unter dem Motto „Zruck ins echte Leben, zruck in die Gastro“ soll die gemeinsame Initiative von Land OÖ, Wirtschaftskammer OÖ und OÖ Tourismus wieder Lust machen, zur Einkehr ins Wirtshaus, ins Restaurant und in andere Gastro-Betriebe.
Hotellerie atmet auf
Auch in der Hotellerie wird nach der Aufhebung der Covid-Beschränkungen aufgeatmet. Nachholbedarf gebe es noch im Städtetourismus, bei Veranstaltungen. Noch verhalten sei der Seminar-Tourismus aus dem Ausland, so Gerold Royda, Fachgruppenobmann der oö. Hotellerie.
Was nachhaltig noch zwei, drei Jahre bleiben werde, sei Zurückhaltung beim Flugtourismus, auch jetzt angesichts des Ukraine-Krieges, erläutert OÖ Tourismus-Geschäftsführer Andreas Winkelhofer. Um Gäste aus dem In- und näheren Ausland nach OÖ zu locken, wird 2022 verstärkt auf die Kulinarik gesetzt, mit Leit-Veranstaltungen und Initiativen in ganz OÖ.
Mühlviertler Hoch.Genuss
Mit einem kulinarischen Versprechen zieht die Region Mühlviertler Hochland die Aufmerksamkeit von Genussmenschen auf sich. In der Initiative „Mühlviertler Hoch.Genuss“ verpflichten sich 23 Hotel- und Gastronomiebetriebe gemeinsam mit 70 Produzenten aus der Region zu regionaler Herkunft der Produkte, Qualität und Gastfreundschaft. Wander- und Radwege führen zu den „Hoch.Genuss“-Produzenten und laden ein, zu erleben, wo die Köstlichkeiten herkommen. Wie etwa bei einem Brotbackkurs mit Haubenkoch Thomas Hofer im Restaurant Culinariat by Bergergut in Afiesl.


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