Zu viele Bewerber: Stadtgemeinde lässt bei Baugrund-Vergabe das Los entscheiden
ROHRBACH-BERG. Das gab es noch nie: Weil sich zu viele potenzielle Häuslbauer für die beiden letzten Baugründe in der Stadtgemeinde interessierten, wurden diese per Los vergeben.

Für die Bauparzellen am Mitterweg gab es trotz der doch hohen Grundstückspreise von deutlich mehr als 100 Euro pro Quadratmeter über zehn Bewerber. „Und alle waren ziemlich gleichwertig – jede Entscheidung hätte also einen negativen Beigeschmack gehabt“, begründet Bürgermeister Andreas Lindorfer, warum man jetzt zur Verlosung geschritten ist.
Nach einer Vorauswahl – Bewerber unter 35 Jahre (um Jungfamilien zu fördern), mit Bezug zu Rohrbach-Berg, Vereinstätigkeit – kam es bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend zur Ziehung der beiden glücklichen Gewinner. Diese müssen jetzt innerhalb von drei Jahren mit dem Hausbau beginnen. „Ich hätte gerne mehr glücklich gemacht“, meint Lindorfer, „Das war die gerechteste Lösung, aber es wäre mir lieber, wir könnten Baugründe nach einem Vorauswahlverfahren vergeben.“
Baugrundstücke dringend gesucht
Für ihn ist die Situation eine Bestätigung, dass Rohrbach-Berg mehr Baugrundstücke braucht. „Da stecken wir einfach in einer Zwickmühle, weil keiner Grund verkauft.“ Und die Raumordnung mache es der Stadtgemeinde zusätzlich nicht einfach.
Für die Sexlinger Gründe ist er aber zuversichtlich: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir diese zur Baureife bringen. Es liegt jetzt am Land, dass wir die Genehmigung bekommen.“ Hier würden 14 Bauparzellen entstehen.
Verdichteter Flachbau
Damit möglichst viele der potenziellen Bauwerber zum Zug kommen, könnte sich Lindorfer verdichteten Flachbau, etwa durch Doppelhäuser, vorstellen. Die durchschnittliche Parzellengröße liegt in Rohrbach-Berg ohnehin schon bei etwa 700 bis 800 m2. Auch die Mobilmachung bestehender Baugründe müsse angedacht werden, ergänzt der Bürgermeister.


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