Eieiei, die Eierbranche steckt in der Krise: Preise müssen deutlich steigen

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Petra Hanner Tips Redaktion Petra Hanner, 06.04.2022 06:00 Uhr

ST. VEIT. Ostern naht mit Riesenschritten und was wäre das Fest ohne Ei? Die Ukraine-Krise macht aber auch vor dieser Branche nicht Halt und so werden die Bedingungen in der Eierproduktion immer schwieriger, wie Peter Priglinger aus St. Veit am eigenen Leib miterlebt.

Am Hühnerhof Priglinger in Wögersdorf legen 39.000 fleißige Hennen in Bodenhaltung täglich rund 37.000 Eier. Damit ist Priglinger drittgrößter Eier-Erzeuger in Oberösterreich. Seit 2013 mischt er ordentlich am heimischen Markt mit und ist mit seinen Produkten über einen Zwischenhändler in diversen großen Lebensmittelkonzernen vertreten. Doch mehr und mehr wird das Geschäft schwierig – die Ukraine-Krise schlägt sich gewaltig nieder: „Die großen Preissteigerungen beim Futter machen uns das Leben schwer. Dazu kommen auch noch hohe Transport- und Energiekosten“, erklärt Priglinger.

Die Lage in der Ukraine, der Kornkammer Europas, hat direkte Auswirkungen auf unsere Lebensmittelerzeugung. Ob es 2022 Weizen, Mais, Sonnenblumen und Soja aus der Ukraine geben wird oder nicht, ist abhängig von der Entwicklung des Krieges. Da diese nicht abschätzbar ist, müssen Rohstoffe aus aller Welt zugekauft werden. Die Folge sind explodierende Futterpreise, informierte auch die Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

Fünf Cent machen viel aus

Wichtigstes Instrument, um die Produzenten spürbar zu entlasten, wäre eine deutliche Preissteigerung bei Eiern, so Priglinger: „Ziel wäre eine Teuerung von mindestens fünf bis sechs Cent pro Ei, damit es sich für uns auch lohnt. Was in Deutschland bereits gelungen ist, nämlich den Handel davon zu überzeugen, war leider bei uns in Österreich noch nicht möglich. Dabei kenne ich schon Produzenten in Niederösterreich oder der Steiermark, die unter den derzeitigen Bedingungen nicht mehr weitermachen wollen.“

Laut Landwirtschaftskammer ist die Versorgung mit Eiern bis Ostern gesichert. Was danach kommt, wird aber maßgeblich davon abhängen, ob Preissteigerungen durchgesetzt werden können. „Eine Preissteigerung von fünf Cent pro Ei bedeutet für den Konsumenten, dass eine Zehnerpackung Eier um 50 Cent teurer wird. Rechnet man dies auf den Jahresverbrauch hoch, ergeben sich pro Konsument Zusatzkosten von rund 15 Euro jährlich“, verdeutlicht Franz Karlhuber, Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft, die doch eher geringen Auswirkungen auf den Einzelnen. Die Landwirtschaft könnte dadurch aber nicht nur die Kostensteigerungen abfedern, sondern auch weiterhin eine gentechnikfreie Fütterung sowie die Beibehaltung der hohen österreichischen Tierschutzstandards gewährleisten. Gelingt eine Preissteigerung nicht, werden viele Stallungen nach Ostern nicht wiederbelegt. Die Situation ist europaweit gleich – es könnte daher zu einem regelrechten Eier-Engpass kommen.

Mit Leib und Seele dabei

Für Peter Priglinger kommt ein Aufgeben aber nicht infrage. Er hat sich 2013 für den Einstieg in die Eierproduktion entschieden und diesen Schritt auch noch nicht bereut. Allerdings räumt er ein: „Du musst da schon mit Leib und Seele dabei sein und alles selber machen, von der Instandhaltung bis zum Transport. Weil sonst bleibt am Ende nichts übrig.“ Am Hühnerhof in Wögersdorf jedenfalls kann man auch direkt Eier aus dem hofeigenen Stall kaufen. In einem 24-Stunden-Hofladen sind sie ebenso wie die selbst produzierten Nudeln erhältlich.

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