Rohrbach ist Melkroboter-Hochburg
BEZIRK ROHRBACH. Oberösterreich zählt mit einer Milchproduktionsleistung von rund einem Drittel der gesamten österreichischen Milchmenge zum Agrarproduktionsland Nummer eins. Der Bezirk Rohrbach wiederum ist Vorreiter bei der robotergestützten Milchgewinnung.

In Oberösterreich melken derzeit rund 670 Milchviehbetriebe mit einem Melkroboter, das sind rund 18 Prozent aller oö. Milchbetriebe. Im Jahr 2030 wird eine Steigerung auf rund 40 Prozent erwartet, welche fast drei Viertel aller oö. Kühe halten werden. Vor allem der Bezirk Rohrbach sticht mit 132 Betrieben hervor und ist der mit Abstand roboterstärkste Bezirk Österreichs.
Modernisierung
Einer davon ist der Betrieb von Dominik Moser in Hochhaus (Pfarrkirchen). Der Betriebsführer hat 2020 den Milchviehstall zu- bzw. umgebaut und melkt seit Anfang 2021 seine Kühe mit einem Melkroboter. Derzeit umfasst der Betrieb 44 Milchkühe plus weiblicher Nachzucht. Er ist auch Mitglied des Landesverbandes für Leistungsprüfung und Qualitätssicherung in OÖ (LfL).
„Um die Mitglieder des LfL noch besser betreuen zu können, wurde Ende 2021 ein Grundsatzbeschluss zur Anschaffung von einheitlichen Universalgeräten gefasst“, erklärt LfL-Geschäftsführer Markus Koblmüller. Im Abstand von fünf bis sechs Wochen werden alle Kühe eines Betriebs einer laufenden Prozesskontrolle und einem Gesundheits-Check unterzogen. Die ermittelten Daten sind entscheidende Gradmesser für die Tiergesundheit und geben wichtige Hinweise für das betriebliche Herdenmanagement sowie für die Zucht.
Entlastung für Landwirte
Ein aktueller Arbeitsschwerpunkt ist die Intensivierung und Automatisierung des Datenaustausches zwischen dem System der Leistungsprüfung und den Melkrobotern und Sensoren am Betrieb. „ Mit der Vernetzung der Daten wird das Serviceangebot für die Mitgliedsbetriebe durch neue Handlungsempfehlungen und Anleitungen weiter ausgebaut“, unterstreicht Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.


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