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BEZIRK ROHRBACH. Der neue Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer Oberösterreich weist dem Bezirk Rohrbach eine Verschlechterung aus: Die Zahl der Gemeinden mit vollzeittauglichen Kinderbildungs- und betreuungsplätzen ist im Vergleich zum Vorjahr von fünf auf vier gesunken.

 (Foto: gpointstudio - stock.adobe.com)
(Foto: gpointstudio - stock.adobe.com)

Das zeigt die aktuelle IFES-Erhebung im Auftrag der AK Oberösterreich. Hofkirchen, Oberkappel und Pfarrkirchen konnten den Top-Status 1A auch in diesem Jahr halten. St. Martin ist neu in die beste Kategorie aufgestiegen. Hingegen mussten Aigen-Schlägl und Auberg diese abgeben, weil sich das Betreuungsangebot bei den Unter-Dreijährigen unter anderem durch kürzere Öffnungszeiten verschlechtert hat.

Unter dem OÖ-Durchschnitt

Vier Kriterien sind für die Gesamt-Kategorienbildung besonders wichtig, um Eltern eine Vollzeitarbeit zu ermöglichen: der Umfang der täglichen Öffnungszeiten, das Angebot eines Mittagessens, die Sommerbetreuung und die Summe der Schließzeiten im Laufe eines Arbeitsjahres in Krabbelstuben, Kindergärten und in der Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder. Zudem wurde das Angebot nach drei Altersgruppen (Unter-Dreijährige, Drei- bis Sechsjährige, Volksschulkinder) aufgeschlüsselt. Gemeinden konnten somit maximal zwölf Kriterien erfüllen. Gemeinden, die mindestens elf der zwölf definierten Kriterien erfüllen, werden in der Gesamtkategorie als 1A-Gemeinde eingestuft. 10,8 Prozent aller Gemeinden im Bezirk Rohrbach erreichen diesen Status. Der Bezirk liegt damit deutlich unter dem Oberösterreich-Durchschnitt von 18,7 Prozent.

Vier der 37 Gemeinden im Bezirk Rohrbach fallen in die Kategorie A (2022: sieben). Acht Gemeinden wurden als B-Gemeinde eingestuft, fünf als C- und zehn als D-Gemeinde (2022: sechs). Julbach und Kollerschlag erfüllen weniger als drei der zwölf möglichen Kriterien und mussten in die niedrigste Kategorie E eingereiht werden.

Angebot nach Alterskategorien

Der Kinderbetreuungsatlas schlüsselt das Angebot auch nach den einzelnen Alterskategorien auf. Im Bezirk Rohrbach gibt es für Eltern Unter-Dreijähriger in keiner einzigen Gemeinde ein vollzeittaugliches Betreuungsangebot. Fünf Gemeinden erreichten im Jahr 2023 bei den Unter-Dreijährigen die Kategorie A (2022 waren es sechs), zwei erfüllten die Kriterien für die Kategorie B (2022: fünf), zwölf für C (2022: neun) und elf für die Kategorie D (2022: acht). Drei Gemeinden (2022: neun) erfüllten nur eines oder überhaupt keines der geforderten Kriterien und mussten in dieser Altersgruppe in die Kategorie E eingestuft werden: Julbach, Kollerschlag und Ulrichsberg.

Die Betreuungssituation hat sich bei der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen deutlich verschlechtert: Nur mehr zwei Gemeinden im Bezirk Rohrbach erfüllen die 1A-Kriterien. Im Vorjahr waren es noch sechs. Überdurchschnittlich viele Gemeinden – rund 21,6 Prozent – befinden sich mit der Einreihung in der Kategorie A (OÖ-Schnitt: 20,1 Prozent). Fünf Gemeinden sind in der Kategorie B (2022: fünf) und jeweils sechs mussten in den Kategorien C (2022: acht), D (2022: vier) und E (2022: sieben) eingereiht werden.

Auch beim Betreuungsangebot für Volksschulkinder zeigen sich Verschlechterungen. Die Zahl der A-Gemeinden ist um eine Gemeinde von zehn auf neun gesunken. Drei Gemeinden sind der Kategorie B (2022: zwei) zuzuordnen und 14 gehören der Kategorie C (2022: 17) an. Fünf Gemeinden sind in D (2022: drei) und zwei in der niedrigsten Kategorie E (2022: fünf) einzureihen.

Vier Gemeinden im Bezirk Rohrbach haben die Datenweitergabe verweigert: Auberg, Niederwaldkirchen, St. Peter und St. Veit.

Die Ergebnisse des AK-Kinderbetreuungsatlas 2023 mit allen Details für jede einzelne der 438 oberösterreichischen Gemeinden kann man unter kba.arbeiterkammer.at einsehen.

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