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SARLEINSBACH/ST. MARTIN. Wussten Sie, dass Bier und Schnaps fast so etwas wie Geschwister sind? Diesen Umstand machte sich Profi-Schnapsbrenner Helmut Gumpenberger alias „Honky“ aus Sarleinsbach zunutze. Das Know-how über Hopfen für eine neue Gin-Kreation holte er sich bei Brauerei Hofstetten-Chef Peter Krammer.

Destillier-Profi Helmut Gumpenberger (l.) und Braumeister Peter Krammer vereinten ihr Wissen zu einem edlen Hopfen-Gin. (Foto: Hanner)

Wenn Helmut Gumpenberger über seinen „Gin Hop Saphir“ spricht, kommt er gleich ins Schwärmen: Über die Aromen von Wacholder und Koreander, die sich da gemeinsam mit Zitrone und Orange zum Geschmackserlebnis vereinen; über die kreativen Möglichkeiten, die die Brennerei heutzutage mit sich bringt; und über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Peter Krammer, der wie kein Zweiter weiß, wie man aus Hopfen alles an Geschmack herauskitzelt, was geht. Der eigentliche Star des neuen Gin ist nämlich der Saphir Aroma-Hopfen, der im Mühlviertel angebaut wird. Und der ist in Sachen Lagerung und Verarbeitung schon fast eine kleine Diva.

Vom Neipa-Bier zum Gin

Die Idee zu diesem Hopfen-Gin gebar der mittlerweile mehrfach preisgekrönte Destillateur Gumpenberger bei einem Flascherl Neipa-Bier aus dem Hause Hofstetten. Exotische Noten darin formten auf seiner erfahrenen Zunge sofort eine Vision, denn: „Ich habe die besondere Gabe, dass ich mir Aromen genau vorstellen und in meinem Kopf mixen kann. Der Hopfen-Gin war also schon in meinen Gedanken fertig, noch bevor es ihn wirklich gab“, erklärt er.

Um die besondere Hopfen-Note in seinen Gin zu bekommen, brauchte er aber Unterstützung, denn: „Wenn du das Wissen über Hopfen nicht hast, tust du dich sehr schwer.“ Und so kam vor ein paar Wochen Peter Krammer von der Brauerei Hofstetten ins Spiel. Ein kurzes Telefonat später machte sich Helmut Gumpenberger auf den Weg nach St. Martin. Und dann packte Krammer nicht nur den perfekten Hopfen – nämlich den Saphir Aroma-Hopfen – aus dem hauseigenen Lager aus, sondern auch sein ganzes Wissen über ihn.

Geheimnis Kalthopfen

„Wir haben uns ja vorher nicht persönlich gekannt, aber da war sofort eine Verbindung; nicht zuletzt, weil es beim Bierbrauen und bei der Schnapsherstellung sehr viele Überschneidungen und Ähnlichkeiten in den Produktionsabläufen gibt“, beschreibt Peter Krammer das beinahe geschwisterliche Verhältnis zwischen Destillieren und Bierbrauen. Und er verrät auch das Geheimnis hinter der neuen Gin-Kreation: „Es ist das Kalthopfen, das dem Gin seine besondere Hopfennote verleiht.“ Das bedeutet, dass das grüne Gold nicht schon beim Aufkochen der Maische in die Brennblase kommt, sondern erst, wenn das Destillat abgekühlt ist. „Diesen Vorgang nennt man in der Brausprache Hopfenstopfen, ein altes Verfahren bei der Biererzeugung.“ So werden vor allem die typischen ätherischen Öle aus dem Hopfen gelöst, ohne dass Bitterstoffe abgegeben werden. Dazu kommen noch feine Zesten von Orangen und Zitronen und bilden eine beinahe mediterrane Geschmackswelt. Der Braumeister sieht diese Kooperation als Gelegenheit: „So zeigen wir, was unser Mühlviertler Hopfen alles kann!“

Mehr Hopfen, bitte!

Insgesamt 200 Flaschen hat Helmut Gumpenberger bereits abgefüllt, doch schon bald sollen es mehr werden: „Da werde ich noch an ein paar Schrauben drehen. Vielleicht nehme ich beim nächsten Mal noch mehr Hopfen.“

Zu haben ist der Saphir Hopfen-Gin nicht nur in der Destillerie Honky in Sarleinsbach selbst, sondern auch im Hotel Aviva in St. Stefan-Afiesl, im Restaurant b34 in Rohrbach-Berg und im Shop der Brauerei Hofstetten, wobei noch weitere Hotels und regionale Gastronomen folgen sollen.


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